Die Frankenpost ist heute Teil eines Konzerns. Und der muss sich anstrengen, um Kosten und Ertrag in der Balance zu halten, den Anforderungen an Umweltschutz und Tarifverträgen zu genügen. "Es geht ums Geld. Sind wir nicht günstig genug, drucken andere", sagt Lang. Und jedes Ersatzteil koste viel Geld, weil es nur wenige Hersteller gebe. "Solche Dinge kann man dem Kunden nicht vermitteln, der sich darüber ärgert, dass die Zeitung wieder teurer geworden ist."
Auch wenn Roland Schmidt das Berufsethos angekratzt sieht, so bekennt er doch: "Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht. Wir waren hier in der Frankenpost ein gutes Team." Allerdings seien die Abläufe früher überschaubarer gewesen, es habe weniger Bürokratie gegeben, und die Kollegen seien oft nach Dienstschluss noch zusammengesessen. Die Gesellschaft habe sich eben gewandelt. Immerhin werde hier fair nach Tarif bezahlt - das sei nicht mehr selbstverständlich.
In diesem Beruf wird in Schichten gearbeitet - nachts bis circa 4 Uhr morgens. "Wer nachts arbeitet, hat tagsüber Zeit für andere Dinge", meint Roland Schmidt. Ihm sei das recht gewesen. Wenn er morgens heimgekommen sei, habe er Kaffee getrunken und dann bestens schlafen können.