Großes Entsetzen unter dem Großteil der 1920 Zuschauer in der Selber Netzsch-Arena: Im Lokalduell erlebten völlig indisponierte Wölfe in der DEL2 gegen die Eispiraten Crimmitschau am Sonntag beim 2:6 ein absolutes Trauma. Der zweite Abschnitt offenbart einen Klassenunterschied – und das obwohl Selb und Crimmitschau in der Tabelle nur ein Platz trennt. Fünf Gegentreffer mussten die Hausherren darin schlucken, ihr Coach Sergej Waßmiller tobte hinterher zurecht: „Das zweite Drittel war eine absolute Katastrophe.“ Er sehe akuten Redebedarf. Zwar betrieben seine Schützlinge im letzten Drittel mit zwei Treffern noch Ergebniskosmetik, am Kantersieg der Sachsen änderte das aber nichts mehr. Die Crimmitschauer rücken dadurch bis auf einen Punkt an die Fichtelgebirgler heran. „Es war ein sehr wichtiger Erfolg für uns gegen einen direkten Konkurrenten“, freute sich deren Trainer Marian Bazany nach der Partie. Der Weg für Selb zu Platz zehn, der nicht in die Abstiegs-Play-offs muss, wird durch die deutliche Niederlage immer länger.