Im Derby gegen Röslau Münchberg gelingt die Revanche

Dieter Rücker
Großes Glück hatten die Münchberger in der zweiten Halbzeit, als der Schiedsrichter ein klares Handspiel im Strafraum von Harald Fleischer nicht ahndete. Links der Röslauer Julian Ponader. Foto: /Michael Ott

Der FC Eintracht besiegt im Landesliga-Derby den FC Vorwärts Röslau mit 1:0. Das Tor des Tages fällt bereits in der 4. Minute.

Münchberg - Bereits vor dem Derby gegen den FC Vorwärts Röslau war sowohl für den Gastgeber als auch für die Gäste klar, dass diese Partie nach dem aktuellen Stand keine Rolle mehr spielen würde, wenn es um die sportlichen Kriterien für die Qualifizierung zur Aufstiegsrunde und zur Abstiegsrunde gehen würde. Dagegen stehen beide Mannschaften nun am letzten Spieltag der Vorrunde vor wichtigen Begegnungen, deren Wertungen jeweils mit in die entsprechenden Rückrunden übernommen werden: Münchberg muss beim ASV Vach antreten, Röslau empfängt den TSV Neudrossenfeld. Im Derby konnten jedoch beide Mannschaften losgelöst von der Tabellensituation unbeschwert aufspielen.

Aus dieser Konstellation heraus ließen es beide Teams vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse zunächst ruhig und abwartend angehen, wobei der Gastgeber jedoch mehr Initiative zeigte. Die Bächer-Schützlinge belohnten sich daher nicht unverdient bereits in der vierten Spielminute mit dem Führungstor, als nach einem schnell entwickelten Angriffszug Thorsten Lang den Abschluss suchte, dabei einen Gegenspieler anschoss, der das Spielgerät unhaltbar über Torhüter Blechschmidt hinweg als Bogenlampe im Tordreieck versenkte. Auch in der Folge spielte der Gastgeber sehr konzentriert und ließ in einem gleichverteilten Spiel die Gäste kaum zur Entfaltung kommen. Dies sah auch Röslaus Trainer Andreas Lang so, der feststellte, dass „Münchberg sehr kompakt“ stand, während er bei seiner Mannschaft „zu wenig Bewegung, keine Räume und keine Lösungen“ monierte. So dauerte es bei den Gästen bis zur 39. Minute, ehe Münchbergs junger Torwart Luca Kurth erstmals gefordert war und diese Prüfung vorzüglich meisterte. Kurz vor Seitenwechsel hatte dann auch der Gastgeber nochmals die Riesenchance, für eine Vorentscheidung zu sorgen, doch der allein auf Torhüter Blechschmidt zueilende Lucas Köhler scheitere am gut reagierenden Keeper.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der FC Vorwärts Röslau sichtbar bemühter, die Partie gewann an Verbissenheit, ohne allerdings jemals die Grenzen der Fairness auszuloten. Der FCE ließ den Gästen nun mehr Spielanteile zukommen, ohne dass diese sich aber klar herausgespielte Torchancen erarbeiten konnten. Röslaus Trainer Andreas Lang monierte daher auch, dass seine Mannschaft „sich sehr schwer getan hat mit den Platzverhältnissen, sodass man kein Spiel aufziehen konnte“.

Konsequenterweise entwickelte sich erst gegen Spielende eine gute Gelegenheit der Gäste, jedoch nicht aus dem laufenden Spiel heraus, sondern ein Freistoß aus gut 25 Metern von Tobias Benker, den die Gäste bereits im Tordreieck wähnten, wurde vom jungen Münchberger Keeper unschädlich gemacht. Eine weitere Chance zum Ausgleich hatte die Gäste in der 82. Minute auf dem Fuß, als Münchbergs Abwehr das erste Mal unsortiert wirkte, und Onarici aus vier Metern unbedrängt das Spielgerät über das leere Tor hämmerte. Damit hatten dann beide Teams ihr Chancenkontingent erschöpft, und es blieb beim letztlich hart umkämpften Sieg des Gastgebers, der sich damit für die 1:2-Vorrunden-Niederlage revanchierte.

Münchbergs Trainer Markus Bächer fasste die Partie so zusammen: „Wir sind froh, gewonnen zu haben. Die Partie verlief anfangs sehr ruhig, dann entwickelte sich dennoch viel Feuer, da keine Mannschaft verlieren wollte. Einerseits haben wir wieder einmal die Räume zur Entscheidung nicht genutzt, andererseits stand bei uns ein Kerl im Tor, der es super gemacht hat.“

FC Eintracht Münchberg: Kurth, Richter (90. Min. Szewzyk), Schuberth, Ott, J. Köhler (88. Min. Stumpf), L. Köhler (73. Min. Kolb), T. Lang (73. Min. Strößner), Frank, Rietsch, Fleischer (94. Min. F. Lang, Söllner.

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt, Krassa, Benker, Lima (61. Min. Tröger), Hermann, Brunner (61. Min. Kurdoglu), Ponader, Onarici, Gezer, Röthlingshofer, Grießhammer (55. Min. Mal)

Schiedsrichter: Andreas Peplinski hatte mit der fairen Partie keine Probleme. – Zuschauer: 250. –Tor: 4. Min. Thorsten Lang 1:0.

 

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