In Arzberg Radonwerte teilweise zu hoch

Christl Schemm
Als Arbeitgeber muss die Stadt Arzberg handeln. Denn in manchen Räumen wird der Radon-Grenzwert überschritten. Foto: dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

In manchen Räumen städtischer Gebäude in Arzberg überschreiten die Messergebnisse die Grenzwerte. Nun müssen Gegenmaßnahmen konzipiert werden.

Der Landkreis Wunsiedel ist seit dem 11. Februar 2021 per Allgemeinverfügung zum Radon-Vorsorgegebiet erklärt worden. Es ist das einzige in Bayern. Dazu startete das Landesamt für Umwelt (LfU) im Landkreis ein neues Pilotprojekt zu Radonmessungen am Arbeitsplatz. Nach dem Rauchen ist das Einatmen von Radon die häufigste Ursache für Lungenkrebs. Nur eine Messung in Innenräumen ermöglicht die sichere Einschätzung der Radonbelastung.

Auch die Stadt Arzberg musste als Arbeitgeber die Belastung in ihren Gebäuden messen lassen. Denn nach dem Strahlenschutzgesetz müssen Arbeitsplätze in Innenräumen vor Radon geschützt werden. Gemessen worden ist laut Bürgermeister Stefan Göcking unter anderem im Rathaus, in der Bergbräu, im Feuerwehrgerätehaus, in der Grundschule, im Freibad und im städtischen Gebäude Rathausstraße 21.

Manche Räume nur sporadisch genutzt

Im Stadtrat teilte nun Göcking mit, dass erste Ergebnisse der Messungen vorlägen. Demnach überschreiten diese in einigen Räumen die Grenzwerte von 300 Becquerel je Kubikmeter auf deutscher und 100 Becquerel auf europäischer Ebene. Manche dieser Räume würden allerdings gar nicht oder nur sporadisch genutzt. Daher würden diese Zimmer auch nicht gelüftet, was zur höheren Konzentration beitragen könne. Trotzdem müssten nun Konzepte für Gegenmaßnahmen entwickelt werden. Denkbar seien beispielsweise konkrete Anweisungen zum Lüften oder der Einbau von Fensterfalzlüftern.

„Wir müssen die Kosten klären und die Maßnahmen mit dem Landratsamt durchsprechen“, sagte der Bürgermeister. Nächste Woche finde dazu eine Bürgermeister-Dienstbesprechung statt. Allerdings lägen noch nicht in allen Gemeinden Messergebnisse vor. Für Arzberg werde der Sachverständige Dr. Gerhard Binker die Ergebnisse im September im Stadtrat vorstellen.

 

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