Die Polizei möchte den Bürgern mit dieser Einladung näherkommen – und das scheint zu funktionieren. Die Plätze am Stand der Polizei vor dem Eiskaffee Rialto sind pausenlos gefüllt. Viele Hofer gehen ohne zu zögern auf die Polizisten zu und unterhalten sich ausgiebig mit ihnen – als würden sie sich mit Bekannten auf einen Kaffee treffen. Wer nicht aktiv auf den Stand zugeht, beobachtet das Geschehen neugierig aus der Ferne. Besonders Jugendliche nutzen die Gelegenheit, ihre Fragen über das Bewerbungsverfahren bei der Polizei zu stellen. Unter ihnen ist die Ukrainerin Vitalia Torhan, die zwölf Jahre lang als Polizistin in der Ukraine gearbeitet und unter anderem Haftbefehle für Interpol erlassen hat. Ihr Wunsch ist es, ihre Berufung nun in Hof weiterzuverfolgen. Dafür hat Vitalia Torhan sich bereits beworben, ohne Erfolg. Matthias Potzel, Kriminalpolizist und Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken, muss die 30-Jährige vertrösten, denn die Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um als Polizistin in Deutschland arbeiten zu dürfen.