In Waldershof TSV investiert in Sportanlage

Die Führungsmannschaft des TSV Waldershof ist wieder komplett (von links): Vorstandssprecher Bernd Aßmann, Kassenrevisor Simon Wollner und Vorstand Mathias Fürst mit Bürgermeisterin Margit Bayer. Foto: Oswald Zintl

Der Verein schließt drei Abteilungen. Dennoch zählt er immer noch 587 Mitglieder. Mathias Fürst ist neu im Vorstand.

Die Verbindung von Weitsicht, Sparsamkeit und überdurchschnittlichem ehrenamtlichem Engagement ist der Grundpfeiler für die hervorragende Vereinsarbeit im TSV Waldershof. Vorstandssprecher Bernd Aßmann sagte bei der Jahreshauptversammlung vor den Aktiven und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern voller Stolz: „Ihr lebt den Amateursport, und es macht richtig Spaß, für diesen Verein zu arbeiten! Als Verein sind wir das stabilste Gebilde in der Region.“ Und weiter: „Wir haben in den zurückliegenden Jahren permanent in die Verbesserung der Sportanlage und des Sportheims investiert und dabei nie vergessen, ordentliche Rücklagen für zukünftige Projekte zu bilden.“

Stolze Einnahmen

Auf der Einnahmenseite verbuchte der Verein Spenden in Höhe von 15 000 Euro, dazu kommen die Beiträge in Höhe von 23 000 Euro, die Bandenwerbung, die 4500 Euro einbringt, sowie die Unterstützung des Fördervereins in Höhe von 10 000 Euro. Die letztgenannte Summe wird ausschließlich für die Nachwuchsarbeit verwendet. Dank sagte Aßmann den fleißigen Helfern beim Hammerrangfest, bei der Schlemmermeile und dem Stadtparkfest; der Stadt Waldershof dankte er für ihre Unterstützung.

Das neueste Projekt des TSV ist die Bewässerungsanlage für beide Sportplätze. Hierfür nimmt der Verein etwa 40 000 Euro in die Hand. Begründet wird diese Maßnahme mit der Entlastung der ehrenamtlichen Helfer sowie mit Nachhaltigkeit und der Einsparung von Ressourcen.

Bürgermeisterin Margit Bayer dankte der Führungsmannschaft des TSV für die hervorragende Zusammenarbeit im Verein und mit der Stadt. Bei der Problematik bei der Zuteilung von Trainingszeiten in der neuen Sporthalle bat die Bürgermeisterin um Verständnis. Dazu Bernd Aßmann: „Wir werden versuchen, den Kindern und Jugendlichen die Nutzung auswärtiger Hallen zu ermöglichen.“

Verein stellt Tischtennis, Spielmannszug und Damengymnastik ein

Einstimmig beschlossen die Mitglieder die Auflösung der Abteilungen Tischtennis, Spielmannszug und Damengymnastik. Außerdem war eine Nachwahl zum Vorstandsteam notwendig, nachdem Nicolai Bäumler sich dem neuen Tischtennisverein angeschlossen hatte. Diese Lücke schließt nun Mathias Fürst, als Kassenprüfer fungiert Simon Wollner. Beide wurden von der Versammlung einstimmig gewählt.

Uwe Bäumler gab einen detaillierten Überblick über die Mitgliederzahlen. Trotz der 88 Austritte durch die Neugründung des Tischtennisclubs und der Auflösung der Abteilungen ist es dem Verein gelungen, diesen Mitgliedereinbruch zu kompensieren, und er verweist auf 89 Neuanmeldungen. Aktuell gehören dem Verein somit 587 Mitglieder an.

Prunkstück Jugendarbeit

Fußball-Abteilungsleiter Stefan Schindler ging auf die sportliche Situation ein. Demnach sind im Nachwuchsbereich 208 Kinder und Jugendliche in zehn Mannschaften von der A-Jugend bis zur G-Jugend im Spielbetrieb; sie werden von 16 Trainern betreut. Schindler: „Die Jugendarbeit ist unser Prunkstück.“ Zudem seien zwei Herrenmannschaften in der Kreisliga und der Kreisklasse aktiv. Die Altherren-Mannschaft mache vor allem bei Turnieren auf sich aufmerksam.

„Als Highlight kann der Bau der vollautomatischen Bewässerungsanlage angesehen werden“, fuhr Stefan Schindler fort. „Start für dieses Bauvorhaben ist am Freitag, 14. Oktober. Sie wird dafür sorgen, dass unsere beiden Plätze im Sommer gezielter, wassersparender, stromsparender und personalunabhängig bewässert werden. Dazu möchte ich schon mal zur tatkräftigen Mithilfe aufrufen.“ Der Spartenleiter, der auf dem Gelände oft als Einzelkämpfer unterwegs ist, hofft auf mehr Unterstützung bei den Arbeitseinsätzen. Schindler gab weiter bekannt, dass am A-Platz eine moderne elektronische Spielstand-Anzeige montiert werde, die komplett von Sponsoren finanziert worden sei. Außerdem machte Schindler deutlich, dass der Verein auch gerne wieder neue Abteilungen ins Leben rufen würde, und nannte als Beispiel „Mountainbiken“.

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