JuKu-Mobil Junge Kunstschule kommt ins Hofer Land

Sophia Goldner
Zusammengekommen, um die landkreisübergreifende Jugendarbeit zu feiern: Martin Raschke, Kreisjugendpfleger im Landkreis Wunsiedel, Petra Schultz, Kreisjugendpflegerin im Landkreis Hof, der Wunsiedler Landrat Peter Berek, der Hofer Landrat Oliver Bär und Stefan Frank, Vorsitzender des Vereins JuKu-Fichtelgebirge (von links). Foto: Sophia Goldner

Das JuKu-Mobil ist bald auch im Landkreis Hof unterwegs. Das verkündete nun der Vorsitzende von JuKu-Fichtelgebirge.

„Kunst- und kulturpädagogische Angebote sind in ländlichen Gebieten kaum erreichbar“, sagt Stefan Frank, Vorsitzender des Vereins JuKu-Fichtelgebirge. Aus diesem Grund fährt die mobile Kunstschule nun schon seit Januar 2019 durch den Landkreis Wunsiedel. Jetzt soll das JuKu-Mobil auch Kindern im Hofer Land die Möglichkeit geben, ihre Kreativität auszuleben.

Im Hofer Land unterwegs

„Die Kunstschule wird künftig als JuKu-Mobil Fichtelgebirge und Hofer Land unterwegs sein. Es wird Angebote in allen Orten geben: von Nagel bis Töpen, von Lichtenberg bis Hohenberg“, sagt Frank. Dadurch hofft der Vorsitzende, das ganze Projekt weiterzuentwickeln: „Das Aktionsgebiet ist größer. Somit können wir das Netzwerk mit Kulturin-stitutionen, Schulen, Firmen, Kommunen und Privatpersonen ausbauen. Es gibt aber auch mehr Künstler, die Workshops im JuKu-Mobil anbieten können.“ Das ist laut Frank ein kleiner, aber wichtiger Schritt in Richtung Verstetigung der Jungen Kunstschule Fichtelgebirge. Doch die Finanzierung bleibe trotz der Unterstützung beider Landkreise weiter eine Herausforderung. „Wir sind weiter auf Förderprojekte angewiesen“, klagt Frank.

Große Chance für Kinder und Jugendliche

Trotzdem würden sich alle über die neue Kooperation freuen und darin eine große Chance sehen: „Für die Kids ist es eine tolle Möglichkeit, sich auszuprobieren, sich weiterzuentwickeln und ins Gespräch zu kommen. Für junge Menschen in unserer Region, dem Hofer Land, ist das eine absolute Bereicherung“, sagt der Hofer Landrat Oliver Bär erfreut. „Die mobile Jugendkunstschule soll junge Menschen dazu bringen, nicht mit den Handys zu spielen, sondern mit den Händen zu arbeiten und den Kopf einzuschalten. Die Wirkung für die Kinder und die Gesellschaft wird eine enorme sein“, sagt der Wunsiedler Landrat Peter Berek. Auf das Potenzial der Kunstschule geht auch Petra Schulz, Kreisjugendpflegerin im Landkreis Hof, ein: „Die Kinder können kreativ sein, von echten Künstlern lernen, ihren Sozialraum mitgestalten, ihren Interessen nachgehen und das alles freiwillig – ganz nach ihren Bedürfnissen.“ Sie erklärt auch, warum sie von der Kooperation so begeistert ist: „Ich habe bereits 2018 von dem JuKu-Mobil gehört. Schon damals hatte ich großes Interesse, es auch in das Hofer Land zu holen. Das ging allerdings nicht, da die junge Kunstschule in Münchberg alle verfügbaren Förderungen erhielt. Nun, nachdem die Förderperiode ausgelaufen ist, freue ich mich sehr, dass eine Kooperation zwischen den Landkreisen Hof und Wunsiedel möglich ist.“

Webseite und Termine
Da sich das Programm des JuKu-Mobils immer recht kurzfristig entwickelt, verweist Stefan Frank auf die Webseite des Projekts: www.juku-mobil.de. Dort stehen im Fahrplan alle Termine. Heute ist das JuKu-Mobil in Selb und Wunsiedel.
 

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