Hof - Markus Söder hat ihnen im ersten Lockdown kein Heldenessen spendiert wie den Pflegern in Kranken- und Seniorenhäusern. Viele Verordnungen zum Umgang mit Corona decken zwar Kitas, Schulen und Co. ab, aber nicht ihren Arbeitsbereich – oft genug müssen sie im Nebel stochern, wenn es um ihren Arbeitsschutz oder neue Vorgehensweisen geht. Und dass sich in den versammelten Medien meist Seniorenheime oder Lehrer finden, anhand derer enorme Belastungssituation dargestellt werden, trägt ebenfalls nicht dazu bei, dass sie sich gesehen fühlen: Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtungen der Region sind derzeit vergleichbaren Belastungen ausgesetzt wie viele andere. Dabei fallen sie, die in den Kommunen und bei den freien Trägern Sorge dafür tragen, dass kein Kind im Land durchs Raster fällt, oft genug durch selbiges. „Dass hier wenig gejammert wird, heißt nicht, dass der Druck nicht immens wäre“, sagt Thiemo Tratzmüller, Fachbereichsleiter Jugend und Soziales bei der Stadt Hof. Die wichtigste Nachricht jedoch ist: Die Arbeit zum Wohl und Schutz der Kinder funktioniert trotz hoher Hürden immer noch unvermindert.