Schönbrunn Neuer Kindergarten macht Fortschritte

Der aktuelle Stand auf der Baustelle im Breitenbrunner Weg. Bis Ende April soll der Innenbereich des neuen Kindergartens fertig sein. Foto: /Sascha Fuchs

Der Neubau im Breitenbrunner Weg in Schönbrunn soll ohne große Verzögerungen fertig werden. Im April 2022 ist es so weit.

Wunsiedel - Die Bauarbeiten am neuen Kindergarten im Breitenbrunner Weg in Schönbrunn schreiten voran: Ende April wird der Neubau voraussichtlich fertig. Zumindest der Innenbereich, die Außenanlagen sollen dann vier bis sechs Wochen später fertiggestellt werden.

Klaus Brunner, Stadtbaumeister der Stadt Wunsiedel, zeigte sich bei der Bürgerversammlung im Gasthof Saalfrank in Furthammer zufrieden mit dem Baufortschritt: „In manch anderen Ortschaften, in denen aktuell Kindergärten gebaut werden, gibt es große Schwierigkeiten. Bei uns geht es im Vergleich dazu gut voran, wir liegen gut im Zeitplan.“

Brunner gab den Bürgern eine Übersicht über den aktuellen Stand der Dinge und präsentierte, wie der Kindergarten aussehen wird, wenn im nächsten Jahr alles fertig ist. Gruppenräume, ein Therapieraum, ein großer Gartenanteil und ein Speisesaal mit einer pädagogischen Lehrküche sind nur ein Teil dessen, was der Neubau beinhalten wird. Insgesamt bietet der Kindergarten Platz für 82 Kinder. „Das Architekturbüro Ulrich + Ulrich aus Nürnberg hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. Ohnehin sind sie auf Kindergärten spezialisiert“, erklärte Klaus Brunner. Besonders freute er sich, dass die Lehrküche umgesetzt werden konnte. Dies sei auch ein Wunsch der Kindergärtnerinnen gewesen.

Platz für 82 Kinder

Da der Außenbereich zehn Quadratmeter pro Kind groß sein muss, war die Planung zum Teil verzwickt: „82 Plätze bedeutet einen Gartenanteil von mindestens 820 Quadratmetern. Das wurde zwar schon etwas eng, aber auch hier liegen wir im Soll.“

Rund 3,45 Millionen Euro kostet der neue Kindergarten insgesamt. Die Förderung für das Projekt beträgt dabei voraussichtlich 2,3 Millionen Euro. Knapp über eine Million Euro muss die Stadt Wunsiedel für den Neubau übernehmen.

Sanierung wäre teurer gewesen

„Auch die Sanierung des alten Kindergartens in der Bayreuther Straße stand im Raum. Der platzt bekanntlich aus allen Nähten“, sagte Brunner. Doch eine Sanierung hätte am Ende mehr gekostet als der Neubau. Nicolas Lahovnik, Bürgermeister von Wunsiedel, stellte klar, dass es aktuell noch keine langfristige Lösung für den alten Kindergarten gebe: „Es ist geplant, das Gebäude zeitweilig als Ausweichquartier für die Kita Sternenzelt zu nutzen, wenn die Sanierungsarbeiten an der Kita beginnen.“

Lahovnik gab den Bürgern aus Schönbrunn und Furthammer auch einen allgemeinen Überblick über das Geschehen in Wunsiedel. Im vergangenen Jahr konnte coronabedingt keine Bürgerversammlung stattfinden.

Für den Wunsiedler Bürgermeister war es deshalb eine Premiere: „Ich freue mich, dass ich nun endlich bei einer solchen Veranstaltung als Bürgermeister vor Ihnen stehen kann. Wir haben in den vergangenen eineinhalb Jahren einiges erreicht und anstoßen können. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir noch lange, harte Zeiten vor uns haben.“

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