Corona Klinik Münchberg bekommt Hilfe von der Bundeswehr

Die Tests decken in Münchberg neue Fälle auf. Foto: picture alliance/dpa/Andreas Arnold

42 Corona-Infizierte sind nach einer Reihe von Tests nun bekannt. Das Haus erhält jetzt Hilfe der Bundeswehr. Im Zeller Seniorenhaus wartet man auf neue Ergebnisse.

Münchberg/Zell - In der Münchberger Klinik ist die Zahl der Corona-Infizierten gestiegen. „Nach derzeitigem Stand stabilisiert sich die Situation“, teilt das Haus der Kliniken Hochfranken mit. 32 Mitarbeiter und 17 Patienten seien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am Montag meldete die Corona-Klinik 26 Mitarbeiter und 16 Patienten, die sich infiziert hatten. Wie die Klinik mitteilt, waren neun nun positiv getestete Mitarbeiter geimpft. „Insgesamt wurden an beiden Kliniken bislang rund 430 Mitarbeiter ge­impft. Und die Impfungen laufen natürlich weiter“, sagt Klinikchef Peter Wack. Verimpft worden seien die Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca.

Nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Hof kann die Klinik eigenen Angaben zufolge ab Donnerstag den Normalbetrieb wieder aufnehmen, wenn auch unter weiterhin hohen Schutzvorkehrungen. Das bedeutet, dass geplante Operationen jetzt wieder durchgeführt werden können; aus Sicherheitsgründen hatte das Haus die OPs zunächst ausgesetzt und Fälle nach Naila abgegeben. Auch die stationäre Aufnahme von Notfall-Patienten sei wieder möglich. „Die Versorgung akuter, lebensbedrohlicher Notfälle war jederzeit gewährleistet“, teilt die Klinik in Münchberg mit. Dennoch ist Wack zufolge die Personalsituation aktuell natürlich angespannt und die und die Belastung für die Mitarbeiter sehr groß. „Deshalb haben wir für die Klinik Münchberg zur Unterstützung auch Hilfe von der Bundeswehr angefordert“, erklärt der Klinikchef. In der Klinik Münchberg sind demnach nun Soldatinnen und Soldaten des Logistik-Bataillons 472 aus Kümmersbruck in verschiedenen Klinikbereichen unterstützend tätig.

Im Seniorenhaus Zell indessen wartet man auf die Ergebnisse einer neuen Reihe von Tests. Nach zuletzt 15 Corona-Fällen unter den Mitarbeitern will jeder wissen, ob sich das Virus im Haus verbreitet hat. Auch wenn zunächst nichts klar dafür spricht. „Weiterhin keine Symptome“, meldet Geschäftsführer Dieter Hahn auf Nachfrage.

Trotzdem ist das Haus sehr vorsichtig geworden. „Wir haben Besuche im Haus minimiert“, sagt Hahn. Ein Treffen mit der Mutter oder dem Opa ist nur noch in einem beheizbaren Pavillon möglich, und auch nur, wenn der Besucher ein aktuelles negatives Testergebnis vorgelegt hat. Das ist im Moment nur Theorie. Hahn: „Wir haben die Angehörigen gebeten, ihre Besuche auszusetzen. Und sie haben sich vernünftig gezeigt: In den letzten Tagen haben wir gar keine Besucher mehr im Haus gehabt.

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