Komplettsperrung der A 72 Schwierige Bergung nach Rutschpartie

Polizei meldet Stau – Symbolbild. Foto: picture alliance / dpa/Armin Weigel

Hohen Eigenschaden und eine aufwendige Bergungsaktion hat am Dienstag um 13.50 Uhr ein mit zwei nagelneuen Wohnmobilen beladenes LKW-Gespann aus Litauen verursacht.

A 72/Köditz - Der Fahrer, ein 37-jähriger Weißrusse, war mit der wertvollen Fracht im Ortsbereich von Köditz in westlicher Richtung unterwegs, die die Polizei berichtet. Auf der winterlichen Fahrbahn kam er ins Schlingern. Die Rutschpartie endete in den Leitplanken, wobei der Anhänger abgerissen wurde. Lastwagen und Anhänger standen schließlich quer zur Fahrtrichtung und blockierten die gesamte Fahrbahn. Ein aufgeladenes Wohnmobil wurde aus der Transportsicherung gerissen und landete auf der Leitplanke. Bei dem zweiten Wohnmobil kam es zu Beschädigungen am Aufbau.

Von der Einsatzzentrale wurden mehrere Polizeifahrzeuge, das Technische Hilfswerk aus Hof mit 14 Helfern und drei Fahrzeugen sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei aus Rehau zur Einsatzstelle beordert. Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig.

Nachdem es dem THW gelungen war, einen Fahrstreifen für den Verkehr frei zu machen, rückte ein Abschleppdienst mit schweren Gerät an. Trotzdem musste die Fahrbahn immer wieder kurzzeitig komplett gesperrt werden, was zu Stauungen führte. Außerdem musste ausgelaufenes Öl, das sich über die gesamte Fahrbahn verteilt hatte, von einer Spezialfirma gebunden werden.

Um 19.20 Uhr war die Fahrbahn wieder geräumt. Der Schaden beläuft sich einer ersten Schätzung zufolge auf über 100.000 Euro. Gegen den unverletzten 37-jährigen Unglücksfahrer leiteten die Beamten ein Bußgeldverfahren ein.

 
 

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