Trainer werden nun in den nächsten Wochen und Monaten allen Beamten den Umgang mit der SFP9 vermitteln. Dazu wird es Theorie- und Praxisunterricht geben. Und sogar Hausaufgaben. "Denn grundsätzlich sagt man, dass eine Bewegung 1200 Mal ausgeführt werden muss, damit sie verinnerlicht ist", so Brettschneider. Weil solch eine Zahl in der Schulung niemals erreicht werden kann, seien die Polizisten angehalten, auch darüber hinaus den Umgang mit der Waffe zu üben. In der Dienststelle stehen ihnen dazu sogenannte Rotwaffen zu Verfügung. Das sind nichtfunktionsfähige Pistolen, die zu hundert Prozent der echten Waffe gleichen, aber selbst mit Munition geladen keinen Schuss abgeben können. "Damit kann nicht nur das Ziehen sicher geübt werden", erklärt Christian Brettschneider. Dank roter Farbe - unter anderem am Griff - ist die Trainingswaffe gleich auf den ersten Blick als solche erkennbar.