Kulmbach - Dreiundachtzig ist Hans-Dieter Lotz, als er sich noch mal in Klausur begibt: Zwei Jahre arbeitet er an seinen Lebenserinnerungen, die man heute im Internet nachlesen kann. Im Mittelpunkt steht seine Kindheit und Jugend in der schlesischen Kleinstadt Lüben. Dort wurde er zwei Tage vor Weihnachten 1928 als Erster einer kinderreichen Familie geboren. Virtuos entfaltet er den Kosmos eines heimeligen, scheinbar intakten Provinznestes, in das am 9. November 1938 das Ungeheuerliche einbricht: Der Mob wütet, jüdische Geschäfte werden geplündert, ihre Eigentümer misshandelt. Lotz sieht sich als Zeitzeuge in der Pflicht.
Kulmbach Ein wortgewaltiger Demokrat
Wolfgang Schoberth 20.12.2018 - 17:20 Uhr