Kulmbach - Die Polizei schiebt regelmäßig Berge von Überstunden vor sich her. Auch in der Pflege, berichten die Arbeitnehmervertretungen, dauern die Arbeitstage für viele Beschäftigten oft länger als der Dienstplan das vorgesehen hatte. Doch nicht nur in Berufsfeldern, wo unvorhergesehene Ereignisse Überstunden nötig machen, sind Arbeitszeiten über acht Stunden hinaus an der Tagesordnung. Jetzt schlägt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Alarm. Die Beschäftigten des Gastgewerbes wie auch der Ernährungsindustrie schieben laut NGG 121 Millionen Überstunden vor sich her, viele davon werden nicht einmal bezahlt. "Auch im Kreis Kulmbach subventionieren Beschäftigte jeden Tag Unternehmensgewinne durch Gratis-Stunden. Statt immer wieder zu fordern, die Arbeitszeiten zu lockern, sollten die Arbeitgeber die vorhandene Mehrarbeit lieber auf mehr Schultern verteilen und neues Personal einstellen", fordert der NGG-Geschäftsführer in Oberfranken, Michael Grundl.
Kulmbach NGG fürchtet Aufweichung des Arbeitzeitgesetzes
Melitta Burger 24.09.2018 - 19:04 Uhr