Kulmbach Trails Wenn selbst Anstiege zum Ausruhen dienen

Karl-Heinz Weber

Bei den Kulmbach Trails der Crazy Runners ­Frankenwald siegt Iris Hickmann von der SGB Stadtsteinach auf der Langstrecke­. Tilman Pensler­ läuft auf Platz drei über die Kurzdistanz.

Kulmbach - Ein bisschen verrückt muss man schon sein, eine der beiden angebotenen Strecken auf den Wegen um die Plassenburg und den Rehberg in Angriff zu nehmen.

Die Kurzstrecke bei den Kulmbach Trails am Sonntag war mit 13,5 Kilometern und 570 Höhenmetern ja noch halbwegs annehmbar, aber die Langdistanz über 26 Kilometer und 850 Höhenmeter war nichts für untrainierte Hobbyläufer. Das wussten auch die Organisatoren der Crazy-Runners Frankenwald, die schon am Start auf dem Marktplatz den Teilnehmern kräftig einheizten – und womöglich auch Mut machten. „Die beiden Strecken waren durch ihre Höhenmeter schon anspruchsvoll, was auch die Spitzenläufer bestätigten“, sagt Crazy-Runners-Vorläufer Markus Franz. Seine Bilanz fällt auch aus anderer Sicht positiv aus: „Die verfügbaren 300 Startplätze waren bei Anmeldeschluss am Mittwoch alle weg“, sagt Franz. Tatsächlich seien dann 270 Läufer am Start gewesen. 127 Läufer nahmen die Langstrecke in Angriff, 173 die Kurzstrecke. Sportler aus sieben Ländern hatten für das Lauf­event gemeldet. Jüngster Starter war der elfjährige Max Reß von den „Running Bros Coburg“ und seine 13-jährige Schwester Lene, die die Kurzdistanz absolvierten.

Ursprünglich sollte der Traillauf wieder innerhalb der Laufserie Trails4Germany stattfinden. Franz und sein Team übernahmen dann aber nach der Absage der Serie: „Aus meiner Sicht war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Gut, dass wir nach der Absage sofort in die Bresche gesprungen sind und kurzerhand die Kulmbach Trails ins Leben gerufen haben.“ Gewinner auf der langen Strecke war Florian Beck, der Schnellste auf der kurzen Distanz war Christian Gründel. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Teilnehmer den bunten Kulmbacher Herbstwald genießen und freuten sich über die Fans und Aktionen an der Strecke. „Unterm Strich ein toller Erfolg, aber auch ein herausfordernder Kraftakt für das Crazy Runners Team Frankenwald“, sagt Franz. Die Crazy Runners hatten alles in Kooperation mit dem TSV Dürrenwaid und dem TuV der Stadt Kulmbach organisiert haben. „Wir sind alle der Meinung, dass ein solches Event gerne wiederholt werden kann.“

 

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