Sicherheit geht vor: Der Schulrat begrüßte diesen Entschluss: "Die Sicherheit der Schüler steht immer an erster Stelle", sagt er. Denn bei dieser Wetterprognose, bei der sogar aufgefordert wurde, wenn möglich das Haus nicht zu verlassen, gab es keine Alternative. "Was ist, wenn auf einen Schulbus ein Baum stürzt oder Kindern, die zu Fuß zur Schule gehen, ein Ast auf den Kopf fällt. Dafür hätte keiner Verständnis", ist er sich bewusst.
Auf das Informationsnetz kommt es an: Wichtig ist, dass die Entscheidung rechtzeitig bekannt gegeben wird, betont Hack. Denn die Nachricht muss sich verbreiten und zudem müssen die Busunternehmer verständigt werden. In manchen Netzwerken wurde kritisiert, dass berufstätige Eltern Schwierigkeiten hatten, für die Betreuung ihrer Kinder zu sorgen: "Das konnte kein Problem sein, denn in jeder Schule des Landkreises war die Betreuung gewährleistet, worüber auch im Aushängen an den Schulen informiert wurde", erklärt Michael Hack. Der Weg ins Schulhaus ist am Montag ohnehin nur den Kindern erspart geblieben. Denn die Lehrer sind Arbeitnehmer und mussten somit - ob mit oder ohne Schüler - am Montagmorgen antreten. Nachdem dann für Dienstag die Meldungen auf sturmartige Böen abgeschwächt wurden, entschloss sich das Koordinationsteam der Regierung, die Kinder und Jugendlichen wieder in die Schule zu schicken. Doch laut Wettervorhersage naht schon eine weitere Sturmgefahr am Wochenende.
Hitzefrei ist so gut wie abgeschafft: Dass die Wetterlage immer extremer wird, zeigte auch der vergangene Sommer. "Hitzefrei gibt es eigentlich nicht mehr", sagt der Schulrat. "Mittlerweile müssten wir im Mai damit anfangen und irgendwann hätten die Schüler bei den Temperaturen des letzten Sommers überhaupt keinen Unterricht mehr", gibt er zu bedenken. Und auch, dass es bei den Jungen und Mädchen daheim genauso warm ist wie in den Schulen. "Zudem haben die Lehrer auch die Möglichkeit, kühlere Räume wie etwa eine Aula aufzusuchen, den Unterricht im schattigen Pausenhof oder bei einer Waldexkursion stattfinden zu lassen", sagt er. Andere Schulen wiederum stellen Ventilatoren auf. Ein weiterer Grund dafür, dass es kein Hitzefrei mehr gibt, sind auch die Ganztagsklassen: "Es kann nicht sein, dass Halbtagsschüler es nicht einmal bis 13 Uhr aushalten, obwohl Ganztagskinder bis 16 Uhr bleiben müssen."
Zum Schluss die gute Nachricht: Der Landkreis Kulmbach ist beim Sturm wieder einmal glimpflich davongekommen. Und die frohe Botschaft für die Schüler: Der freie Montag muss nicht nachgeholt werden.