Wer denkt schon an Aristophanes, wenn er von seiner "besseren Hälfte" spricht? Der antike griechische Dichter legte einst die Grundlage für die Illusion über die Liebe, wie sie als Mythos heute noch in den Köpfen vieler Menschen existiert. Ursprünglich, so erklärt Aristophanes, hätten die Menschen keineswegs so ausgesehen wie heute. Vielmehr seien jeder Mann und jede Frau gleichsam doppelt gewesen und hätten - ausgestattet mit jeweils vier Beinen und vier Armen - eine vollkommenen Einheit gebildet. Dadurch hätten diese Mann-Frau-Wesen unglaubliche Kraft und Kühnheit erlangt. Das wiederum habe dem Göttervater Zeus derart missfallen, dass er höchstpersönlich den Befehl gegeben habe, diese Einheitswesen zu teilen. Fortan suchten die Menschen verzweifelt nach der Hälfte, die ihnen fehlt.
Kunst und Kultur Amüsante Einsichten über die Liebe
Redaktion 29.12.2015 - 00:00 Uhr