Einigen Film-Flops - die sich nicht zuletzt in fünf Nominierungen für die Goldene Himbeere, den Preis für den schlechtesten Schauspieler, manifestieren - stehen immerhin ein Oscar und ein Golden Globe (als bester Hauptdarsteller in "Leaving Las Vegas", 1996) gegenüber; dazu eine weitere Oscar-Nominierung ("Adaption", 2003), eine Goldene Kamera (2007) und Filme wie "Peggy Sue hat geheiratet", "Mondsüchtig", "The Rock - Fels der Entscheidung" "Stadt der Engel" oder "Corellis Mandoline". Und das alles, obwohl Nicholas Kim Coppola, wie er eigentlich heißt, schon als junger Schauspieler bewusst auf die Vorteile durch den berühmten Namen verzichtete. Sein Vater ist der italienisch-stämmige Literaturprofessor August Coppola und Bruder des berühmten Regisseurs Francis Ford Coppola; die Familie seiner Mutter Joy Vogelsang stammt zum Teil aus Cochem an der Mosel. Den Künstlernamen Cage gab sich der Schauspieler und begeisterte Comic-Fan nach seinem Lieblingsmusiker John Cage und nach der Comic-Figur Luke Cage. Doch nicht nur die Film-Magazine, auch die Bunten Blätter haben seit Jahren ihre Freude an Nicolas Cage. Immer wieder macht die finanzielle Situation des Stars, der 2009 zu den acht Bestverdienern in Hollywood gehörte, Schlagzeilen. Der bunte Vogel kaufte viele Luxus-Immobilien, darunter 2006 das Schloss Neidstein bei Amberg in der Oberpfalz und eine eigene Insel nahe den Bahamas, schnappte Leonardo di Caprio bei einer Versteigerung einen Dinosaurierschädel für 276 000 Dollar weg, gab Unsummen für Schmuck und Kunst aus, oder erwarb 22 Luxusautos, darunter neun Rolls Royces ... Seinem ausschweifenden Leben folgte 2009 die Zwangsvollstreckung, da er sowohl hohe Steuer- wie auch Schulden anderer Art hatte. Beruflich machte Cage, der in dritter Ehe verheiratet ist und zwei Söhne hat, 2013 als Sprecher der Figur Grug in dem 3D-Animationsfilm "Die Croods" von sich reden und als Sergeant Jack Halcombe in dem Alaska-Thriller "Frozen Ground".
Kunst und Kultur Bunter Vogel
Von Kerstin Starke 07.01.2014 - 00:00 Uhr