Nürnberg - Das Leben auf dem "Rock im Park"-Festival ist nichts für Zartbesaitete. Es ist ein ständiger logistischer Akt zwischen Zelt, Dosenravioli und Dixi-Klos. An Schlaf ist nicht zu denken, dafür an viele Mücken, Schlammpfützen und vernachlässigte Körperhygiene. Was bewegt Tausende Menschen dazu, den Komfort des zivilisierten Lebens hinter sich zu lassen und sich in eine Hölle aus Lärm und Dosenbier zu begeben? "Hier zu sein, fühlt sich wie ein Mini-Urlaub an, man fühlt sich frei und lebendig", sagt die 19-jährige Lena Schramm, die jedes Jahr mit ihrer Clique aus Hof anreist. "Natürlich kommt man auch wegen den vielen Bands her, aber das ist nicht das Auschlaggebende", sagt ihr Freund Markus Richter. Dass die beiden und ihre Freunde bei Gluthitze von fast 40 Grad campen müssen, stört sie nicht: "Für 'Rock im Park' nimmt man das gern in Kauf", sagt Lena Schramm und schmiert sich noch eine Schicht Sonnencreme auf den Körper.
Kunst und Kultur Ein Festival der Extreme
Alina Juravel 07.06.2015 - 00:00 Uhr