Nürnberg - Rund 80.000 Besucher – darunter zwei Redakteurinnen unserer Zeitung – genießen ein grandioses Festival: Alina Juravel und Julia Ertel sind bei dem Mega-Event dabei und berichten live von Konzerten, der Stimmung, besonderen Ereignissen und fangen in vielen Bildern die Atmosphäre des Festivals ein.

Montag, 10 Uhr:
Die letzten Rocker verlassen das Gelände. Der Veranstalter weist die Besucher darauf hin, keinen Müll zu hinterlassen. Ob sich alle daran halten, ist zu bezweifeln. Schließlich bleiben jährlich zirka 200 Tonnen Müll zurück. Die Aufräumarbeiten sollen bis Freitagabend abgeschlossen sein. Den Abfall beseitigt übrigens nicht die Stadt, sondern ein von den Veranstaltern beauftragtes Unternehmen.

Sonntag, 22.30 Uhr:
Frenetischer Jubel bei Red Hot Chili Peppers. Kaum ein Durchkommen vor der Zeppelin Stage. Die US-Rocker spielen ihre Hits aus sämtlichen Schaffensphasen, darunter natürlich auch "Under the Bridge", "Californication" oder "Snow". Ihre Bühnenshow ist so bunt wie ihr Sound.

Sonntag, 21 Uhr:
Heaven Shall Burn ist wohl eine der wichtigsten deutschen Metalcore-Bands. Auf der Park Stage legen die gerade eine pompöse Pyro-Show hin. Der Sänger Marcus Bischoff verfügt über eine unglaubliche Bühnenpräsenz und reißt das Publikum von der ersten Minute mit.

Sonntag, 20.30 Uhr:
Unter tosendem Applaus und mit laut wummernden Gitarren-Beats haben Billy Talent fast zwei Stunden lang die Zeppelin Stage gerockt. Die Menge drehte regelrecht durch, als das Quartett endlich den langersehnten Hit "Fallen Leaves" spielte. Aus Tausenden Kehlen erklang der gleiche Refrain. Gänsehaut pur!

Sonntag, 19.15 Uhr:
Nur noch wenige Stunden, dann ist "Rock im Park 2016" vorbei. Doch von der Aufbruchstimmung ist nichts zu spüren. Vor den insgesamt drei Bühnen tummeln sich immer noch Zehntausende Besucher. Auf der Zeppelin Stage treten gerade die kanadischen Alternativ-Rocker von Billy Talent auf. Ihr Sänger Benjamin Kowalewicz widmet den Verletzten von "Rock am Ring" einen Song.

Sonntag, 16 Uhr:
In einer abschließenden Pressekonferenz zu "Rock im Park" 2016 wurden noch einmal alle wichtigen Ereignisse des mehrtägigen Festivals aufgearbeitet. Die Polizei ist mit ihrer Bilanz zufrieden. Insgesamt hat es 13 Anzeigen wegen Körperverletzung und elf wegen Betäubungsmittel gegeben. 51 Diebstähle wurden angezeigt und es gab zwei Sexualdelikte. 288 Menschen wurden ärztlich behandelt. 122 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Es waren insgesamt 1310 Sanitäter im Einsatz. Die Rettungsdienste sprechen von einem ruhigen und friedlichen Festival. Bern Acht von der Nürnberger Feuerwehr berichtete jedoch von einem kuriosen Einsatz: Ein Bienenschwarm ließ sich am Campingplatz neben der Zeppelin Stage nieder. "Und weil dieses keine gültige Eintrittskarte hatte, wurde es an einen Imker übergeben", scherzte der Feuerwehrmann.

Sonntag, 15 Uhr:
Auch am letzten Tag hat das Festival am Zeppelinfeld noch einiges zu bieten. Unsere Highlights sind heute die Nu-Metaller von Deftones, die um 17 Uhr auf der Zeppelin Stage auftreten. Danach, um 18.50 Uhr, folgen die Punk-Rocker von Billy Talent. Auch Heaven Shall Burn, die Metalcore spielen und um 20.15 Uhr performen, stehen auf unserer Liste. Den krönenden Abschluss bilden natürlich die US-Rocker von Red Hot Chilli Peppers. Die entern heute um 21 Uhr die Hauptbühne.

Sonntag, 13 Uhr:
Wärhend "Rock am Ring" in der Osteifel wegen Unwetters vorzeitig abgebrochen wurde, kriegen die Besucher beim "Rock im Park" ganz viel Sonne ab. Obwohl es am frühen Morgen noch stark geregnet hat, ist das Unwetter an Nürnberg vorbeigezogen. Die Temperaturen steigen derzeit bis auf 25 Grad. Der Schlamm von gestern ist getrocknet und in der Luft liegt der Gerucht von Sonnencreme und Schweiß.

Samstag, 21.30 Uhr:
Der Regen hat fast aufgehört, das dänische Rock-Quartett Volbeat begeistert das Publikum mit ihrem Rock'n'Roll, die Fans tanzen im Schlamm und singen zu "Sad Man's Tongue" mit. Zum Abschluss gibt es noch eine fette Pyro-Show. Es wird noch ein langer Abend...

Samstag, 20.40 Uhr:
Platzregen! Es schüttet wie aus Eimern. Der Auftritt von The 1975 auf der Park Stage wurde leider abgebrochen, die Festival-Besucher ziehen Jacken an und suchen Unterschlupf. Jetzt ist die Alternarena ein sehr begehrter Ort. August Burns Red hat nun volles Haus.

Samstag, 20.30 Uhr:
Zeit für Regenjacken! Aktuell besteht für Nürnberg eine Unwetterwarnung der höchsten Stufe. Wir wagen uns trotzdem mal zum heutigen Headliner Volbeat. In wenigen Minuten geht es los.

Samstag, 20 Uhr:
Es wird kühler, die Wolken hängen tief, bisher ist das Festival aber heute von Regen und Gewitter verschont geblieben.

Samstag, 19.20 Uhr:
Der Höhepunkt des Tages sind eindeutig Tenacious D. Sänger Jack Black ist extrem unterhaltend, die Comedy-Metaller machen einfach Spaß. Die meisten Songs stammen aus der Musical-Komödie "Tenacious D" aus dem Jahr 2006. Mittlerweile liegen viele Leute müde auf dem Boden oder schlafen und tanken Kraft für den Rest des Abends. Die Johanniter holen einige Betrunkene oder Erschöpfte auf Tragen ab. Zumindest ist heuer wohl noch keiner wegen Hitze kollabiert. Zwischenzeitlich sieht es für Rock am Ring wohl eher düster aus. Nach einem weiteren Blitzeinschlag mit über 80 Verletzten steht das Festival auf der Kippe. Bei Rock im Park ist weiterhin alles in Butter.

Samstag, 18.30 Uhr:
While She Sleeps haben die Alternarena gefüllt. Die britische Metalcore-Band performt kraftvoll und aggressiv.


Samstag, 18 Uhr:
Halbzeit, Zeit für einen Outfit-Check: Die Festival-Besucher scheinen sich in Sachen Outfit in diesem Sommer etwas weniger Mühe gegeben zu haben als in den vergangenen Jahren. Vielleicht haben sie sich vom angekündigten Wetter abschrecken lassen und sich nicht so aufwändig zurechtgemacht. Es dominieren Band-Shirts mit "Ramones", "Volbeat" oder "Metallica", aber auch ausgefallenere Sprüche wie "King Kongs Deo-Roller", "Gandalf hätte das nicht gewollt", "Mach dich frei, Bier!" zieren die Klamotten. Viele Mädchen tragen Blumenschmuck aus Plastick im Haar. Füchse und Pandas streifen durch das Gelände, aber auch die Power-Rangers treiben ihr Unwesen.

Samstag, 17.45 Uhr:
Abgefahrene Bühnenshow, atmosphärischer Sound und exzentrische Performance: Puscifer auf der Park Stage. Die Bandmitglieder tragen bunte Wrestling-Klamotten und Masken.

Samstag, 17. 30 Uhr:
Und wieder wird es metallisch mit Disturbed. Der Bereich vor der Zeppelin Stage ist so voll, dass die Security keinen mehr hinein lässt. Der Sound ist etwas zu spitz, aber die Band gibt richtig Power. Das Wetter hält noch, es ist schwül-warm. Die Füße brennen mittlerweile vom vielen Laufen. Wer jetzt Gummistiefel anhat, ist wirklich nicht zu beneiden.

Samstag, 17 Uhr:
Die Elektro-Punker Frittenbude stehen auf der Park Stage und das Publikum bildet eine Love-Wall. Apropos heiß und fettig: Zeit für einen Zwischen-Snack: Es gibt frittierte Süßkartoffeln für 3,50 Euro und ein Bier für 5 Euro.

Samstag, 16.30 Uhr:
Cane Hill brüllen und tanzen sich auf der Alternarena die Seele aus dem Leib, das Publikum wippt taktvoll mit.

Samstag 15.55 Uhr:
Breaking Benjamin löst Amon Amarth auf der Zeppelin Stage ab und die Klänge bleiben düster. Wetter und Stimmung sind hingegen heiter. Wir freuen uns auf Frittenbude!!! Rock am Ring wurde gerade wegen Unwetter unterbrochen, man entscheide stündlich, ob es weiter geht. Bei Rock im Park bleibt alles ruhig. Es ist trocken und warm.

Samstag, 15.20 Uhr:
Erkenntnisse des Tages: Ein Rock kann nie zu kurz sein, das Outfit nie zu verrückt und man ist nie zu alt für ein Festival.

Samstag, 14.45 Uhr:
Die schwedische Death Metal Band Amon Amarth dröhnt von der Zeppelin Stage und begeistert ein Riesen-Publikum, das sich vor der Bühne versammelt hat. Kurze Regenschauer sorgen immer wieder für Abkühlung. Auf der Park Stage rappt DCVDNS in einem Military-Parka. Wie hält er das bloß aus? Die Musik ist drückend wie die Schwüle, die über dem Festival hängt.

Samstag, 12.30 Uhr:
Volbeat, Tenacious D mit Schauspieler Jack Black, Frittenbude, Major Lazer, Disturbed und viele weitere Bands stehen am zweiten Festivaltag von "Rock im Park" am Samstag auf dem Nürnberger Zeppelinfeld auf dem Programm. Das Wetter hält, die Sonne scheint, für später ist Regen angesagt.

Samstag, 00.20 Uhr:
Kein Durchkommen mehr bei Fettes Brot. Zehntausende Musikfans drängen sich vor die Park Stage auf der die Hamburger Hip Hopper seit gut einer Stunde performen. Die Security lässt zwischenzeitlich niemanden mehr durch. Auch bei der Metalcore-Band Caliban brennt die Hütte. Die Alternarena kocht. Ans Schlafen denken die Wenigsten, immerhin geht die Party noch bis drei Uhr früh.


Freita g, 23.30 Uhr:
Beim Zwillingsfestival "Rock am Ring" in der Eifel hat es mehrere Verletzte gegeben, nachdem ein Blitz auf dem Festivalgelände eingeschlagen hatte. Die Festivalbesucher in Nürnberg haben dagegen Glück, denn wettertechnisch sieht es gerade gut aus. Kein Regen, kein Wind und auch die Wetterprognose für die Nacht verspricht kein Unwetter.

Freitag, 23.05 Uhr:
Fast zwei Stunden lang haben die legendären Hardrocker von Black Sabbath knappe 50 Jahre Bandgeschichte Revue passieren lassen. Der 67-jährige Frontmann Ozzy Osbourne, der einst auf der Bühne einer Fledermaus den Kopf abbiss, tappte greisenhaft um seinen Mikrofonständer herum. Er war aber erstaunlich gut bei Stimme. Auch Gitarrist Tony Iommi und Basser Geezer Butler hatten einen sehr eingeschränkten Bewegungsradius. Der agilste im Quartett war der Schlagzeuger Tommy Clufetos. Kein Wunder, mit seinen 36 Jahren ist er gerade mal halb so alt wie der Rest der Besetzung.

Freitag, 21.02 Uhr:
Wie schade. Das Management von Black Sabbath hat kurzfristig entschieden, nur fünf Fotografen in den Fotograben zu lassen. Und wir, sowie Dutzende andere Medien, sind nicht dabei. Nicht mal die Deutsche Presse Agentur wurde zugelassen. Nach welchem Prinzip das Management die Fotografen ausgewählt hat, bleibt ein Geheimnis. Die Stimmung im Pressezentrum ist deswegen nicht gerade heiter. Viele sind verärgert, schließlich mussten die Fotografen schon am frühen Nachmittag einen Vertrag unterschreiben, damit sie Ozzy und Co. fotografieren dürfen. Erst im Fotograben erfuhren sie dann, dass sie doch nicht zugelassen werden und ohne Bildmaterial gehen müssen.

Freitag, 19.30 Uhr:
Es hat aufgehört zu regnen. Kaum zu glauben, aber zur späten Stunde ist sogar der Himmel wieder blau geworden und die Sonne kam zum Vorschein. Kein Tröpfchen Wasser fällt mehr vom Himmel. Was geblieben ist, ist ganz viel Schlamm. Ohne Gummistiefel kommt man nicht durch. Und ein weiteres Highlight ewartet gleich die Besucher: Um kurz vor 20 Uhr tritt der Berliner Spaßrapper Alligatoah auf.

Freitag, 17.30 Uhr:
Zehn Bands haben schon auf drei Bühnen gerockt und das Gelälnde füllt sich mit immer mehr Musikfans. Viele von ihnen sind gleich nach der Schule oder Arbeit zum Zeppelinfeld gefahren. Darunter auch die 18-Jährige Sarah Franz aus Bayreuth: "Ich hatte noch bis 15 Uhr Musikunterricht. Meine Gitarre habe ich gleich ins Auto gepackt und bin losgefahren." Ihre Clique ist bereits am Donnerstagabend angereist. "Jetzt wäre es auch schon zu spät, sich einen guten Zeltplatz zu suchen", sagt die Bayreutherin. Am meisten freut sie sich heute Abend auf Black Sabbath. "Ich wollte schon immer Ozzy Osbourne live sehen, heute ist es dann endlich soweit!" Die britischen Hardrocker werden um 21 Uhr die Zeppelin Stage betreten.

Freitag, 15 Uhr:

Drei Tage, 86 Bands und fast 80 000 Rockfans: Es ist wieder "Rock im Park" in Nürnberg. Und in diesem Jahr müssen sich die Musikjünger auf viel Schlamm einstellen. Denn seit Freitagmorgen regnet es in Nürnberg wie aus Kübeln. Der deutsche Wetterdienst warnt derzeit vor Unwettern im Raum Nürnberg. Der heftige Regen und die düsteren Wettervorhersagen tun der ausgelassen Stimmung aber keinen Abbruch. Seit frühen Morgenstunden wird es überall getanzt und gefeiert. Auf dem riesigen Gelände erblickt man ein Meer aus Regenponchos. Die Besucher sind gut drauf, darunter die 36-jährige Conny Fehn aus Bad Steben: "Die Bands rocken, als wenn es keinen Regen gibt und die Stimmung ist super!"

Als allererste Band traten die Hamburger Indie-Rocker von Trümmer auf. Danach folgte das Berliner Rock-Duo Milliarden. Das Highlight am heutigen Freitag ist auf jeden Fall der Auftritt von Black Sabbath. Die britischen Hardrocker mit ihrem 67-jährigen Frontmann Ozzy Osborne geben nach fast einem halben Jahrhundert auf der Bühne in Nürnberg eines ihrer letzten Konzerte.

Sollte das Wetter im Laufe des Tages noch schlimmer werden, sind die Macher gut vorbereitet. Das Sicherheitskonzept lasse eine zügige Evakuierung des Geländes zu."Die Sicherheit der Besucher steht an oberster Stelle, deswegen haben wir unser Sicherheitspersonal extra für das Festival geschult", sagt Carolin Hilzinger vom Veranstalter "Argo Konzerte".

Über die sozialen Netzwerke werden regelmäßig Ratschläge für den Fall von Unwetter oder gar einer Räumung des Festivalgeländes veröffentlicht. In diesem Fall würden die Besucher umfassend über Lautsprecher, Videoleinwände sowie Durchsagen des Ordnungsdienstes auf den Campingflächen informiert.