Dresden/Bayreuth - Den Eintritt ins Rentenalter hat der Dirigent Hartmut Haenchen schon vor zehn Jahren auf unbestimmte Zeit verschoben. Damals wünschte er sich als 65-Jähriger nur zwei Dinge: "Noch viele musikalische Einsichten und Gesundheit, um diese zu verwirklichen." Mit 75 hält der gebürtige Dresdner mit internationaler Karriere daran fest, auch wenn er es fortan "ein bisschen ruhiger" angehen will: "Aber so genau kann man das in meinem Beruf nicht steuern. Im Moment habe ich eine ruhige Phase", sagt der Maestro kurz vor seinem Geburtstag an diesem Mittwoch. Aber schon bald sei es mit diversen Opern-Projekten und einem Bruckner-Zyklus wieder anders.