Auf sehr großes Interesse stößt die Kunstausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Galerie im Münchberger Bürgerzentrum (Büz). „So viele Besucher“, sagt der als Bildhauer, Maler und Kunsterzieher tätige Hausherr Udo Rödel, „hatten wir noch nie.“ 40 Künstler, vorwiegend aus Oberfranken, zeigen im ehemaligen Kaufhaus Götz Gemälde, Objekte, Skulpturen und Installationen. Vertreten sind unter anderen der Hofer Roland Stark, der Kulmbacher Harald Burger, Dietrich Kelterer aus Plauen und der in Berlin lebende Jürgen Frisch, der vor 59 Jahren in Münchberg geboren wurde. Auch Arbeiten dreier ehemaliger Professoren der Textilfachhochschule am Ort – Gerhard Böhm, Walter Ritz und Klaus Schröter – werden gezeigt. Das Spektrum in zwei Stockwerken reicht von einer Engel-Fantasie „Wohlbehütet“ (Hubertus Hess, Nürnberg) bis zur poetischen Drucksache, auf der sich Heinz Wölfel aus Helmbrechts ein „teteatete mit Nofretete, mit dir auch, Grete“ wünscht. Vorübergehend von einer Putzfrau „nachgebessert“ wurde ein Werk des Weißenstädter Konzeptkünstlers A. D. Trantenroth: Die Reinigungskraft hielt ein Wandobjekt mit Nägeln und Schnüren für teilzerstört und brachte es in den Zustand, der ihrem Verständnis von Ordnung entsprach. Tatsächlich handelt es sich um eine Arbeit, die der Künstler Tag für Tag „fortschreiten“ lässt; Trantenroth – als Einziger nicht nur im „Götz“, sondern parallel in der Galerie im Bürgerzentrum vertreten – spricht von einem Zeit-Stück zum Thema „Amor schießt Pfeile aus dem Köcher“. Die außergewöhnliche, sehr sehenswerte Schau ist dienstags bis freitags von 17 bis 19 sowie sonntags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Am 15. Juli um 19 Uhr geht sie mit einer Finissage zu Ende. TEXT: Sz./FOTO: Sa.