München - Krise ist, wenn keiner weiß, wie's weitergeht. Heute wälzen sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Nordafrika, im Nahen Osten unabsehbar um. Im 19. Jahrhundert lag der Fall umgekehrt: Da verlor der "kranke Mann am Bosporus" seine Schrecken. Mehr und mehr verlor das ehedem in Ausdehnung, Besitz und Stärke maßlose Osmanische Reich inneren Halt und äußere Wirkmacht. Zugleich wuchsen in den Nationen des Westens Selbstgefühl und Kolonialreichs-Gelüste: Mit eigenem Prunk und gewaltiger militärischer Rüstung erhoben sie Anspruch auf Furcht und Respekt.
Kunst und Kultur Träume vom Reich des Morgens
Von Michael Thumser 25.02.2011 - 00:00 Uhr