Hof - Antonín Dvorák mochte das Cello nicht sehr: "Ein Stück Holz" nannte er's, "das oben kreischt und unten brummt"; was ihn nicht hinderte, dem verhöhnten Instrument ein außergewöhnlich schönes Solokonzert auf den kurvenreichen Leib zu schreiben. Hätte sich der böhmische Tonsetzer dieser Tage ins Hofer Haus der Musik verfügt - wie wär es ihm ergangen? Gleich acht Celli rotteten sich da zusammen: Hätte Dvorák leiden müssen wie noch nie? Oder, wie die Zuhörer im fast vollen Saal, an etwas Außergewöhnlichem seine genussvolle Freude gehabt?
Kunst und Kultur Von der Wiege bis zum Massengrab
Von Michael Thumser 25.07.2013 - 00:00 Uhr