Klagenfurt (dpa) - Der österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat sich beim Wettlesen um den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Der Grazer konnte den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreis der 41. Tage der deutschsprachigen Literatur am Sonntag in Klagenfurt für sich entscheiden. Der 1985 geborene Theaterwissenschaftler, der als Kunstfigur auftritt und mit bürgerlichem Namen Matthias Schweiger heißt, überzeugte die Jury mit seinem inbrünstig vorgetragenem Text «mein lieblingstier heißt winter». Das in Kleinbuchstaben geschriebene Stück ist leicht verständlich, ohne trivial zu wirken und sorgte für einige Lacher.
Die Geschichte dreht sich um den geplanten Suizid eines krebskranken Mannes, seine Vorliebe für gefrorenes Rehragout und die ungewöhnliche Bitte an seinen Tiefkühlkost-Lieferanten. Von der Jury gab es einhelliges Lob für den Grazer.
Der zweite Favorit gewann den vom Deutschlandfunk neu gestifteten und mit 12 500 Euro dotierten Preis. Der österreichisch-amerikanischen Autor John Wray wurde für seinen handwerklich grandios umgesetzten, verschachtelten Geschwistertext «Madrigal» geehrt. Den Kelag-Preis mit 10 000 Euro konnte der in Frankfurt am Main lebende Eckhart Nickel mit dem Text «Hysteria» für sich entscheiden. In dem Text stürzt der beunruhigende Farbwechsel von Bio-Himbeeren den Käufer in eine Krise. Die Jury sah darin einen Elementarteilchen-Text, der viel über die deutsche Mentalität zum Vorschein brachte.
Die Auszeichnung von 3sat über 7500 Euro ging an die Schweizerin Gianna Molinari für die Aufarbeitung des tödlichen Schicksals eines Flüchtlings. Die Zuschauer stimmten am häufigsten für Karin Peschka ab. So ging der mit 7000 Euro dotierte Publikumspreis an die Linzerin für ihren apokalyptischen Text über ein vermeintlich schwaches Kleinkind und starke Hunde.
Die Stadt Klagenfurt hat den Preis in Gedenken an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) gestiftet. Im Vorjahr gewann die in Berlin lebenden Autorin Sharon Dodua Otoo.
Die Geschichte dreht sich um den geplanten Suizid eines krebskranken Mannes, seine Vorliebe für gefrorenes Rehragout und die ungewöhnliche Bitte an seinen Tiefkühlkost-Lieferanten. Von der Jury gab es einhelliges Lob für den Grazer.
Der zweite Favorit gewann den vom Deutschlandfunk neu gestifteten und mit 12 500 Euro dotierten Preis. Der österreichisch-amerikanischen Autor John Wray wurde für seinen handwerklich grandios umgesetzten, verschachtelten Geschwistertext «Madrigal» geehrt. Den Kelag-Preis mit 10 000 Euro konnte der in Frankfurt am Main lebende Eckhart Nickel mit dem Text «Hysteria» für sich entscheiden. In dem Text stürzt der beunruhigende Farbwechsel von Bio-Himbeeren den Käufer in eine Krise. Die Jury sah darin einen Elementarteilchen-Text, der viel über die deutsche Mentalität zum Vorschein brachte.
Die Auszeichnung von 3sat über 7500 Euro ging an die Schweizerin Gianna Molinari für die Aufarbeitung des tödlichen Schicksals eines Flüchtlings. Die Zuschauer stimmten am häufigsten für Karin Peschka ab. So ging der mit 7000 Euro dotierte Publikumspreis an die Linzerin für ihren apokalyptischen Text über ein vermeintlich schwaches Kleinkind und starke Hunde.
Die Stadt Klagenfurt hat den Preis in Gedenken an die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) gestiftet. Im Vorjahr gewann die in Berlin lebenden Autorin Sharon Dodua Otoo.