1. Impfen lassen
Für eine Grippe-Impfung ist es noch nicht zu spät. Risikogruppen wie Schwangere sowie Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben oder älter als 60 Jahre sind, sollten sich immunisieren lassen. Allerdings ist Eile geboten: Denn bis sich der Schutz vollständig aufbaut, vergehen rund zehn Tage, teilweise sogar zwei Wochen. Doch keine Impfung schützt zu 100 Prozent. "Insbesondere bei sehr jungen, sehr alten oder chronisch Kranken spricht das Immunsystem schwächer an als bei fitten Menschen", sagt der Impfexperte Markus Rose, der als Ärztlicher Leiter der Pädiatrischen Pneumologie, Allergologie und dem Mukoviszidose-Zentrum am Klinikum Stuttgart arbeitet. "Deshalb ist es ja so wichtig, dass möglichst jeder geimpft ist, um diese Gruppen zu schützen." Hinzu kommt, dass sich die Influenzaviren jedes Jahr unterscheiden und die dafür jeweils neu entwickelten Impfungen in unterschiedlichem Ausmaß vor den kursierenden Viren schützen. "Auch hier hilft, sich jedes Jahr impfen zu lassen, da so der Schutz immer breiter wird", so Rose. Schon jetzt arbeiten Forscher daran, einen Universalimpfstoff gegen alle Grippeerreger zu entwickeln, der über mehrere Jahre hinweg wirkt. "Da gibt es verschiedene Ansätze", sagt Kai Schulze, Wissenschaftler in der Abteilung Vakzinologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. "Einerseits wird versucht, die Bestandteile bisheriger Grippeimpfstoffe so zu modifizieren, dass die Immunantworten nicht nur gegen einen Virustyp, sondern gegen möglichst viele Subtypen schützen."