München - Der Amoklauf von München im vergangenen Juli mit neun Toten war nach den Ermittlungen der Polizei ein Racheakt des damals 18-jährigen Todesschützen. Zwar gebe es Hinweise auf eine "rechte Gesinnung" des Täters, der sich noch am Tatabend selbst erschoss, doch deuteten dessen Äußerungen vor und während des Amoklaufes auf einen Racheakt aus "Kränkung durch Mobbing" hin, erklärte der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, vor dem Innenausschuss des Landtags. In einem "Manifest" habe David S. geschrieben, die Tat sei eine "Rache an denen, die mich auf dem Gewissen haben". Zudem habe er über Facebook zu einem Treffen am späteren Tatort drei der ihn in der Kindheit bedrängenden Mobbing-Täter gebeten. Diese waren aber nicht gekommen.