München/Hof - Wolf-Dieter Ring, Präsident des bayerischen Medienrates, ist in Erklärungsnot. Bei der Sitzung des Gremiums (siehe Seite eins) muss er Stellung nehmen zur Kredit-Affäre um den früheren CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Kopka. Er habe nach der Information durch Kopka zwar den Vorgang als "politisch brisant eingestuft", wegen der auslaufenden Amtszeit Kopkas sei es ihm aber darum gegangen, für die Zukunft eine Lösung zu finden, damit sich "Befangenheitsprobleme" beim Medienratsvorsitzenden nicht mehr stellten, sagte er. Die Kreditannahme durch Kopka nannte Ring "töricht", man müsse aber unabhängig davon auch die Verdienste Kopkas beim Aufbau des privaten Fernsehens und Hörfunks in Bayern sowie beim Jugendschutz würdigen. Trotzdem habe er damals im Einvernehmen mit dem BLM-Verwaltungsratschef Manfred Nüssel Kopka zum Verzicht auf eine weitere Amtszeit gedrängt, damit "jeder böse Schein vermieden wird". Dass Kopka diesen Ablauf heute bestreite, sei "bedauerlich, ändert aber nichts an den Vorgängen", so Ring.
Länderspiegel Brisante Fragen nach Kredit
Von Jürgen Umlauft 15.05.2009 - 00:00 Uhr