München - Der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) hält der Staatsregierung vor, dass bei ihr das Geld der Steuerzahler zu locker sitzt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre seien die Ausgaben Bayerns um 44 Prozent gestiegen, die Teuerungsrate lag im gleichen Zeitraum bei nur 15 Prozent. "Diesen rasanten Ausgabenzuwachs halte ich für bedenklich", erklärte ORH-Präsident Heinz Fischer-Heidlberger am Dienstag bei der Vorlage seines Jahresberichts 2014. Zwar gelinge es dank sprudelnder Steuerquellen auch heuer wieder, einen Staatshaushalt ohne neue Schulden vorzulegen, doch dürfe das "süße Gift" der stetig steigenden Steuereinnahmen die Staatsregierung nicht dazu verleiten, bei der Ausgabendisziplin "alle Zügel schleifen zu lassen".