Hof/Lichtenberg - Eine Verurteilung zu vierzig Tagessätzen Geldstrafe wegen Beleidigung, das ist unserer Zeitung normalerweise keine Zeile Berichterstattung wert. Doch der Fall von Karl-Heinz Hörteis aus Naila hat eine zusätzliche Dimension: Hörteis ist Gründungsmitglied der Initiative "Gerechtigkeit für Ulvi Kulac" und seither engagierter Streiter für eine Wiederaufnahme des Verfahrens gegen den 35-jährigen Lichtenberger, der am 30. April 2004 wegen Mordes an der neunjährigen Peggy Knobloch zu lebenslanger Haft verurteilt wurde - obwohl die Leiche des Mädchens nie gefunden wurde. Hörteis ist überzeugt, dass der geistig behinderte Gaststättenhelfer die Tat nicht begangen hat - und er nimmt, wenn er seine Ansichten vertritt, auch kein Blatt vor den Mund.
Länderspiegel Wortgefechte im Fall Peggy
Von Rainer Maier 28.12.2012 - 00:00 Uhr