Marktredwitz - "Nach der Presseerklärung von Ministerpräsident Markus Söder am Freitagmorgen, 13. März, habe ich sofort das abendliche Freitagsgebet abgesagt", sagt Celal Öztürk. Er ist der Vorsitzende des Türkisch-Islamischen Kulturvereins Marktredwitz. "Damals haben wir die Gläubigen zügig auf Facebook und in unseren Whatsapp-Gruppen über die aktuellen Einschränkungen informiert." Das Freitagsgebet sei mit der aktuellen Ausgangs- oder Kontaktbeschränkung nicht vereinbar. Bei diesem Ritual seien meist 200 bis 300 Gläubige in der Marktredwitzer Moschee. Gut 100 Gäste beten hierbei dicht an dicht gedrängt vor dem Imam, dem islamischen Geistlichen oder Vorbeter, im 100 Quadratmeter großen Gebetsraum des Erdgeschosses. Die restlichen Besucher müssen auf das Obergeschoss oder den Jugendraum ausweichen. Die Stimme des Imams ist dann nur über die Lautsprecheranlage zu hören.