Marktredwitz - Wir schreiben das Jahr 1822. Die Gläubigen, die sich an einem Sonntag Anfang Oktober zum Erntedankgottesdienst versammelt haben, werden jäh aus ihrer Andacht gerissen, als jemand mit dem lauten Ruf "Feuer!!!" die Kirchentür aufreißt. Entsetzt drängen sofort alle nach draußen, denn die leidgeprüften Redwitzer wissen, was das heißt: Nun müssen alle mit anpacken, zwei Reihen zum Kösseinebach bilden und mit Eimern das Wasser zur Feuerlöschmaschine transportieren. Sogar der Pfarrer springt mit wehendem Talar von der Kanzel und reiht sich unverzüglich in die Menge der Helfer ein.