Maskenpflicht in Flugzeugen Deutschland hält an Maskenpflicht in Fliegern fest

AFP/Markus Brauer
Ein Fluggast mit Maske schaut vor dem Start aus dem Fenster. Die zuständigen EU-Behörden haben damit begonnen, ihre Corona-Maßnahmen für den Luftverkehr zu lockern. Foto: dpa/Andreas Arnold

Masken gegen Corona verschwinden in Deutschland allmählich aus dem Alltag. Im Flugzeug und im Fernverkehr sollen sie aber vorerst weiter Pflicht sein – daran ändert auch eine gelockerte EU-Leitlinie nichts.

Die EU hat ihre Empfehlungen zu Corona-Regeln für Fluggäste gelockert. Ab Montag (16. Mai) ist das Tragen einer medizinischen Maske im Flugzeug und in Flughäfen keine Pflicht mehr, wird aber weiter empfohlen, teilten die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit.

Maskenpflicht in Deutschland bleibt vorerst

Wenn am Abflug- oder am Zielort eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, soll dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten. Die Luftfahrtbranche forderte jetzt ihre Abschaffung. Deutschland will aber an der generellen Maskenpflicht in Flugzeugen generell festhalten.

Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte, dass über die Maskenpflicht die nationalen Behörden entscheiden. Sie gelte daher weiterhin auf allen innerdeutschen Strecken sowie Flügen, die in Deutschland starten oder landen.

Demnach sind beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kindern unter sechs Jahren.

In Flugzeugen und Fernzügen nur mit Maske

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen und Fernzügen ist im Infektionsschutzgesetz vorerst bis 23. September festgelegt. Auch im öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht, die die Länder anordnen.

Grund für die Lockerungen sind demnach die jüngsten Entwicklungen in der Pandemie. Dazu zählen die Impfzahlen, die durch Infektionen entstandene Immunität und die damit einhergegangene Aufhebung von Beschränkungen in einer wachsenden Zahl europäischer Staaten.

Luftfahrtbranche setzt auf Freiwilligkeit

Die Luftfahrt begrüßte die neuen Empfehlungen. Sie würden die Notwendigkeit anerkennen, „von einer Notfallsituation zu einem nachhaltigeren Umgang mit Corona überzugehen“, heißt es seitens des Internationalen Luftfahrtverbandes IATA.

Die Bundesregierung solle sie zum Anlass nehmen und nun die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen aufheben, erklärte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft. Andere Länder hätten Reise-Vorgaben und die Maskenpflicht bereits fallengelassen.

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte: „Es ist an der Zeit, auf Freiwilligkeit zu setzen, so wie es in anderen Bereichen des täglichen Lebens, etwa im Supermarkt oder Restaurant, inzwischen auch die Regel ist.“ In den Flugzeugen reinigten hocheffiziente Filter die Kabinenluft.

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