Über einen Internethändler wird ein Buch erworben, das seinen Käufer als Buch nie erreicht. Verpackt geht es auf Reisen - landet auf dem Tisch eines kleinen Unternehmens in den USA, wird dort ausgepackt - und zerstört. Der Umschlag muss weg, die Seiten müssen voneinander getrennt werden. Erst als lose Textblattsammlung taugt das Gedruckte als Material für den Scanner und die elektronische Speicherung. Im Schnellverfahren wird aus dem Buch eine über nahezu alle elektronischen Medien abrufbare Datei. Erst diese erreicht den Käufer des Buches, das nur gekauft wurde, um verschrottet zu werden. Das Unternehmen? Es heißt 1dollarscan und sitzt im kalifornischen San José. Hiroshi Nakano ist mit ihm aus Tokio in das Silicon Valley gezogen.
Meinungen Die zerstörten Bücher
Redaktion 12.10.2012 - 00:00 Uhr