Doch die unheimliche Versammlung von Hooligans, Rechtsextremen und anderen Gewaltinteressierten in Köln hat mit Sport nichts und mit Politik nur bedingt etwas zu tun, auch wenn sie anderes vorgeben. Der Fußballbetrieb dient ihnen dazu, ihre antidemokratische, fremdenfeindliche und gewaltfixierte Haltung zu exekutieren. Die Krawalle von Köln sind ein Weckruf für alle, die glaubten, dass Fußball und Fremdenhass nichts miteinander zu tun haben können. Da gibt es Überschneidungen. Auch wenn die Vereine in den vergangenen Jahren viel gegen Rassismus getan haben und der Deutsche Fußball-Bund alljährlich den Julius-Hirsch-Preis gegen Antisemitismus, für Menschenrechte und zum Schutz von Minderheiten verleiht.