Seit der Dieselskandal deutsche Autohersteller in die Defensive gebracht hat, hält die Branche zusammen wie Pech und Schwefel. "Es lohnt sich, für den Diesel zu kämpfen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Wir kapitulieren nicht", ließ sich BMW-Chef Harald Krüger zitieren. Er würde sich "wieder einen Diesel kaufen", erklärte VW-Chef Matthias Müller. Wenn es um den Diesel geht, passt zwischen die Konkurrenten kein Blatt Papier. Seit wenigen Tagen hat die Harmonie tiefe Risse. VW-Chef Müller hat eine ansatzlose Kehrtwende hingelegt und winkt seinen entgeisterten Chef-Kollegen von der Gegenfahrbahn aus zu. Er sei nun "davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten", das Geld solle lieber für die Elektromobilität verwendet werden.
Meinungen Willfährig
Klaus Köster 12.12.2017 - 23:02 Uhr