Seit der Dieselskandal deutsche Autohersteller in die Defensive gebracht hat, hält die Branche zusammen wie Pech und Schwefel. "Es lohnt sich, für den Diesel zu kämpfen", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Wir kapitulieren nicht", ließ sich BMW-Chef Harald Krüger zitieren. Er würde sich "wieder einen Diesel kaufen", erklärte VW-Chef Matthias Müller. Wenn es um den Diesel geht, passt zwischen die Konkurrenten kein Blatt Papier. Seit wenigen Tagen hat die Harmonie tiefe Risse. VW-Chef Müller hat eine ansatzlose Kehrtwende hingelegt und winkt seinen entgeisterten Chef-Kollegen von der Gegenfahrbahn aus zu. Er sei nun "davon überzeugt, dass wir Sinn und Zweck der Dieselsubventionen hinterfragen sollten", das Geld solle lieber für die Elektromobilität verwendet werden.