Melkendorf - 20 Jahre hat es gedauert. Jetzt wurde inmitten eines dichten Schneetreibens die Melkendorfer Umgehungsstraße feierlich für den Verkehr freigegeben. Alle Redner bei der Feierstunde sprachen von einem "großen Tag für Melkendorf". Pfarrer Klaus Spyra nannte die Feier gar einen historischen Moment für die Entwicklung des Kulmbacher Stadtteils. "Zahlreiche Bürger aus Melkendorf freuen sich auf die Verkehrsentlastung, die spannende Perspektiven für die innerörtliche Entwicklung bietet." Es gebe auch Kritiker dieses Bauprojekts, räumte der Ortspfarrer ein. Mit dem wachsenden Bewusstsein für die Verantwortung gegenüber der Schöpfung sei auch die Kritik an Straßenbauprojekten gestiegen. "Das Bauwerk hat enorme Einschnitte im Rotmaintal angerichtet", sagte Spyra. Dennoch seien die Melkendorfer voller Freude, dass viele der täglich fast 10 000 Autos nun um den Ort herumfahren und nicht mehr mittendurch.