Münchberg – Ermittlungserfolg in Münchberg: Die Polizei weiß jetzt, wer im Stadtgebiet Hanfpflanzen verteilt hat. Wie Matthias Münchberger, stellvertretender Polizei-Chef in Münchberg, gestern mitgeteilt hat, laufen Ermittlungen gegen einen 19 Jahre alten jungen Einheimischen. Der entscheidende Hinweis kam von einem Leser der Frankenpost. Er hatte den Artikel „Witzbold pflanzt Cannabis in der Stadt“, erschienen am Mittwoch, gelesen und die Polizei auf die richtige Spur gebracht.
„Dieser Hinweis war zwar noch nicht ausreichend, um bei dem jungen Mann vorstellig zu werden“, erklärt Matthias Münchberger. Nach einiger Ermittlungsarbeit hatte man aber genügend Fakten zusammen, um einen Blick in die Wohnung des vermeintlichen Hasch-Gärtners werfen zu können. Und tatsächlich: Bei der Durchsuchung kam eine Vielzahl von Rauschgift-Utensilien zutage, die zumindest beweisen, dass der 19-Jährige drogentechnisch keine weiße Weste hat.
„Weitere Cannabis-Pflanzen haben wir zwar nicht entdeckt, wohl aber eine mobile ,Aufzuchtanlage’ für die Pflanzen“, sagt Münchberger. Zumindest spontan wollte sich der Verdächtige nicht zu dem Vorwurf des illegalen Anbaus von Rauschmitteln und zum Verdacht, dass er die Pflanzen in Münchberg verteilt hat, äußern. Das muss die Polizei jetzt in weiteren Ermittlungen beleuchten.
Am Dienstag hatte die Münchberger Polizei Alarm geschlagen, weil Bauhof-Mitarbeiter an mehreren Stellen in der Stadt Hanfpflanzen entdeckt hatten. Eine war sogar auf einer Verkehrsinsel gepflanzt worden. Wo genau das „Gras“ zu finden war, will Münchberger mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen. Allerdings habe er so etwas in seinen 26 Dienstjahren noch nie erlebt.