Nachwuchsmeisterschaften Mit 17 Deutscher Meister

Martin Ständner
Der 17-jährige Max Hübner vom TSV Stadtsteinach, hier beim Steinstoßen, wird in Wasserburg Deutscher Meister im Dreikampf des Mittelgewichts der B-Jugend. Foto: Verein

Die Stadtsteinacher Athleten erkämpfen sich einen kompletten Medaillensatz: Max Hübner und Merlin Hummel gewinnen Gold, Silber und Bronze gibt es für die Liebenwald-Zwillinge.

Die Athleten des TSV Stadtsteinach kommen vollbepackt von der deutschen Nachwuchsmeisterschaft im Rasenkraftsport zurück: Zwei Titel und zwei weitere Medaillen gewannen sie im schönen oberbayerischen Städtchen Wasserburg.

Im Leichtgewicht (bis 52 Kilo) der A-Schüler ging der erst 13-jährige Kai Konopacki in der Altersklasse der 14- bis 15-Jährigen an den Start. Kai schlug sich in einem achtköpfigen Feld zunächst überraschend mutig. Im Fünf-Kilo-Steinstoßen lieferte er mit 6,84 Metern die drittbeste Weite ab. Mit dem ebenso schweren Wurfgewicht wurde er mit 16,19 Metern Vierter. Lediglich im Hammerwerfen wackelte der Forstlahmer mit dem ungewohnten Vier-Kilo-Hammer und fabrizierte vier ungültige Versuche, sodass aus der möglichen Medaille im Dreikampf nichts mehr wurde. Trotz des „Saltonullo“ wurde Kai im Dreikampf mit 1217 Punkten Fünfter und sammelte bei seiner ersten deutschen Meisterschaft wertvolle Erfahrung und tolle Erinnerungen. Sieger in dieser Klasse wurde Linus Holzhey vom TSV Trauchgau mit 1861 Punkten.

Stadionrekord, Silber und persönliche Bestweite für Leonie Liebenwald

Einen Platz auf dem Treppchen, vielleicht sogar den Titel, hatte die 18-jährige Leonie Liebenwald bei der weiblichen Jugend A ab 68 Kilo im Visier. Im Vier-Kilo-Hammerwerfen legte die Stadtsteinacherin auch richtig gut los und erzielte mit 50,08 Metern einen neuen Stadionrekord, was ihr einen extra Ehrenpreis bescherte. Im Gewichtwerfen war Leonie mit 24,74 Metern und dem dritten Platz nicht ganz zufrieden, zumal ein Wurf über 26 Meter leicht außerhalb des Sektors war. Im Fünf-Kilo-Steinstoßen stieß Leonie mit 10,05 Metern zwar persönliche Bestweite und kletterte auf Rang zwei, aber Gioia Mazza vom VfL Waiblingen langte in dieser Disziplin mit 10,59 Metern richtig zu, was ihr auch im Dreikampf mit 2637 Zählern knapp den Titel vor Leonie und deren 2608 Punkten einbrachte. Ihr Ziel, auf dem Treppchen zu landen, hat die 18-Jährige geschafft.

Im Mittelgewicht der männlichen Jugend B startete Speerwerfer Max Hübner im Dreikampf. Der 17-Jährige begann mit drei ungültigen Versuchen im Hammerwerfen bevor er mit einem Sicherheitsversuch von 42,15 Metern noch ein zählbares Ergebnis fabrizierte. Ganz anders sah es für Max dann im Gewichtwerfen mit 7,5 Kilo aus. Hier hatte der junge Stadtsteinacher mit 22,03 Metern und knapp drei Metern Vorsprung schließlich die Nase vorn. Mit genau 10,00 Metern lag Max Hübner im Steinstoßen dann auf Rang zwei, was ihm in der Dreikampfwertung mit 2372 Punkten klar den deutschen Meistertitel vor Stefan Preß vom TSV Wasserburg und dessen 2227 Punkten bescherte.

Auch Linus Liebenwald hatte sich im Schwergewicht ab 85 Kilo Chancen auf eine Dreikampf-Medaille ausgerechnet. Der sechs-Kilo-Hammer flog bei starken Regenschauern zunächst auf 57,84 Meter – und verschaffte Linus Platz zwei. Mit dem 10-Kilo schweren Wurfgewicht landete er mit 24,74 Metern auf Rang drei und im Zehn-Kilo-Steinstoßen mit 10,70 Metern in der Einzelwertung auf Platz fünf. Am Ende gewann die begehrte Dreikampfwertung der für den TV Fränkisch-Crumbach startende Schweizer Lars Wolfisberg mit 2890 Zählern vor Tim Steinfurth von der TSG Eppstein und dessen 2868 Punkten. Linus Liebenwald holte sich mit 2787 Punkten die Bronzemedaille.

Meistertitel für Merlin Hummel

Die Saison ausklingen lassen war die Devise von Merlin Hummel im Schwergewicht der U 23-Klasse. Konkurrenz um den Dreikampf-Titel hatte der Student kaum zu fürchten. Bei einstelligen Temperaturen, heftigen Regenschauern und Wind von vorn legte der 20-Jährige zunächst einen Sicherheitsversuch mit dem 7,26-Kilo-Hammer hin. 68,66 Metern folgten nach zwei knapp aus dem Sektor bugsierten Versuchen, die die Veranstalter auf Bitte auch nochmal mit der elektronischen Meßanlage ins Visier nahmen. 71,06 Meter bei solchen Bedingungen ist ein Niveau, das zum Saisonende schließlich Athlet und Trainer zufrieden stellen konnte. Gute 26,41 Meter mit dem 12,5-Kilo schweren Wurfgewicht und 9,73 Meter und Platz zwei mit dem 15-Kilo-Stoßstein brachten dem 20-Jährigen sehr gute 2938 Punkte in der Dreikampfwertung sowie den deutschen Meistertitel ein.

Matti Hummel gewinnt für Bayern

Der 15-jährige Matti Hummel war zeitgleich zu den Wasserburger Titelkämpfen beim Leichtathletik-Schülervergleichskampf zwischen Hessen-Württemberg-Bayern im hessischen Heuchelheim am Start. Er gewann dort mit 51,23 Metern und 14 Metern Vorsprung überlegen das Hammerwerfen und steuerte wertvolle Punkte beim Sieg der bayerischen Mannschaft bei. Bayern gewann den traditionsreichen Vergleichswettkampf deutlich mit 248 Punkten vor Württemberg und deren 194 Punkten, sowie dem Gastgeber Hessen mit 148 Punkten.

 

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