Haus unbewohnbar Brand in Pegnitz: drei Verletzte

, aktualisiert am 01.08.2021 - 21:31 Uhr

Zahlreiche Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehren, des Rettungsdienstes und der Polizei beschäftigte am Samstagnachmittag ein Wohnhausbrand in der Pegnitzer Straße „Hammerbühl“. Drei Bewohner erlitten dabei Verletzungen. Es entstand hoher Schaden. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen aufgenommen.

Pegnitz - Am Samstag drohte ein Kellerbrand im Pegnitzer Ortsteil Hammerbühl auf das dazugehörige Wohnhaus überzugreifen. Die Löscharbeiten dauerten Stunden, weil das Feuer auf einen Vorrat von mehreren Tonnen Holz-Pellets übergegriffen hatte.

Gegen 16 Uhr entdeckte eine 38-jährige Bewohnerin die Rauchentwicklung im Keller des Gebäudes.

Um 16.15 Uhr machten sich bereits 34 Feuerwehrleute auf den Weg in Richtung Hammerbühl. Mit insgesamt sieben Fahrzeugen, darunter Drehleiter-, Löschgruppen sowie Tanklöschfahrzeugen, waren die Ehrenamtlichen im Einsatz.

„Ein Kellerbrand muss nicht immer etwas Großes sein. Vor Ort wurde aber schnell klar, dass es ein größerer Einsatz wird“, berichtet der zuständige Einsatzleiter und stellvertretende Kommandant Timo Pohl. „Als wir eintrafen, hat es aus allen Fenstern geraucht. Die gesamte Straße war verraucht. Aus den Kellerfenstern kamen uns die Flammen entgegen.“ Deshalb rückte ein weiteres Fahrzeug an: das des Einsatzabschnittsleiters. Zudem rückten weitere Wehren aus der Umgebung an, wie die Feuerwehr Hainbronn sowie Löschtrupps aus Schnabelwaid und Penzenreuth. Aufgrund der vorgefundenen Lage wurden dann noch die Feuerwehren Michelfeld, Troschenreuth und Bronn nachalarmiert, da jede dieser Wehren jeweils über vier Atemschutzgeräte verfügt.

Haus ist derzeit unbewohnbar

Die Anwohner des Hauses mussten wegen einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Lediglich der Schwiegersohn der Familie konnte den Einsatzkräften beratend zur Seite stehen.

„Es konnte Schlimmeres verhindert werden“, meint Pohl im Nachgang. Im Keller glühten bereits die Holz-Pellets (rund fünf Tonnen), die die Feuerwehr in kräftezehrender Kleinstarbeit aus dem Haus holen musste. Mühsam wurden die glimmenden Pellets aus dem Haus auf ein nahe gelegenes Feld transportiert und dort abgelöscht. Dankenswerterweise erhielten die Einsatzkräfte Unterstützung von Anwohnern, die ihre Schubkarren zur Verfügung stellten. Auch der Bulldog eines Landwirts kam zum Einsatz, der das Auto der Familie aus der Garage zog. „Erst so erhielten wir einen besseren Zugang zum Keller.“

Der Brand konnte durch den Einsatz der Kräfte auf den Keller und die Garage begrenzt werden. Allerdings wurden die oberen Stockwerke vom Rauch in Mitleidenschaft gezogen. Damit ist das Haus derzeit unbewohnbar. Das Auto wurde ein Raub der Flammen. Verletzt wurde letztendlich niemand.

Gegen 21 Uhr rückten die Einsatzkräfte ab. Zwei Stunden später konnte auch der letzte Feuerwehrmann nach Hause gehen. Erst dann waren größtenteils die Schutzkleidung sowie die Geräte gesäubert und wieder einsatzbereit.

„Wir haben keine Brandwache gehalten. Gegen ein Uhr morgens sind zwei Kollegen noch mal vor Ort gewesen und haben das Haus kontrolliert.“

Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen aufgenommen und schätzt den entstandenen Sachschaden auf 150.000 Euro.

 

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