Rehau Rehau AG baut fast 1000 Stellen ab

Der Polymer-Spezialist Rehau reagiert mit einem drastischen Jobabbau auf die Corona-Krise und den Strukturwandel in der Autobranche. Das Unternehmen mit Sitz in Rehau im Landkreis Hof streicht in seiner Automobilzulieferer-Sparte bis Mitte 2022 insgesamt 960 Stellen.

Davon entfallen rund 260 auf den Verwaltungs- und rund 700 auf den Fertigungsbereich, wie die Rehau AG am Dienstag bekannt gab. Damit verbunden sei eine Neuaufstellung dieses Geschäftsbereichs. Am Standort Rehau werden durch den Umbau zur neuen Organisationsstruktur innerhalb der Division Automotive bis zu 150 Arbeitsplätze wegfallen. Der Stellenabbau am Stammsitz findet den Angaben zufolge bis Mitte 2021 statt.

Markus Distelhoff, Chef der Automotive-Sparte von Rehau, sagt, das Instrument der Kurzarbeit sei „weitestgehend ausgeschöpft“. Distelhoff weiter: „Wir besetzen aktuell keine offenen Stellen und nutzen für den Abbau von Kapazitäten bereits die natürliche Fluktuation. Wo diese Ansätze nicht ausreichen, werden wir uns aber leider auch von Mitarbeitern trennen müssen. Wir sind uns des schmerzhaften Einschnitts für die gesamte Organisation bewusst. Für alle betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden wir schnell Klarheit schaffen und gute und faire Lösungen finden.“

Rehau werde mit der neuen Organisationsstruktur auch seine Standorte konsolidieren und sich in diesem Zuge aus Bayreuth zurückziehen, heißt es weiter. Die Mitarbeiter vor Ort werden künftig entweder am Standort Rehau eingesetzt oder in Mobile Office-Lösungen weiterbeschäftigt.

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