Selb 69 Paare schließen den Bund fürs Leben

Ein frisch vermähltes Brautpaar zeigt nach der Eheschließung im Rathaus die Eheringe. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild/dpa

Die meisten Eheschließungen finden im Trauzimmer des Selber Rathauses statt. Immer beliebter werden aber auch Trauungen im Porzellanikon in Selb-Plößberg. Immerhin 20 Pärchen geben sich dort das Jawort.

Selb - Die Selberinnen und Selber „trauen“ sich wieder öfter. Wie aus der Statistik des Standesamtes hervorgeht, wurden im Jahr 2020 insgesamt 69 Ehen geschlossen, davon zwei mit einem gleichgeschlechtlichen Partner. So heiratete im abgelaufenen Jahr jeweils ein Mann einen Mann und eine Frau eine Frau.

Fanden die meisten Trauungen im Zimmer des Standesamtes im Rathaus statt, zogen sieben Paare den Rathaussaal als Trauungsort vor. Immer beliebter bei den Heiratswilligen wird auch das Porzellanikon. Dort wurden 2020 zwanzig Ehen geschlossen, 14 im Auditorium, vier auf der Empore und zwei in der sogenannten Ruine. Insgesamt 32 Paare nutzten dabei die Möglichkeit, sich am Samstag das Ja-Wort zu geben.

Von den 69 Eheschließungen waren in 58 Fällen beide Partner deutsche Staatsangehörige. Somit fanden insgesamt elf Trauungen mit Ausländerbeteiligung statt. Wie das Standesamt mitteilt, heirateten fünf deutsche Männer jeweils eine ausländische Frau. In vier Fällen waren es Türkinnen, in einem Fall eine Tschechin. Drei ausländische Männer gingen mit deutschen Frauen den Bund fürs Leben ein, bei allen dreien handelte es sich um Türken. Auch drei komplette Ausländerehen hat das Standesamt registriert. So ehelichte 2020 in Selb ein Italiener eine Brasilianerin, ein Ukrainer eine Landsfrau sowie ein Slowake eine Tschechin.

Der jüngste Mann, der 2020 vor den Standesbeamten trat, zählte junge 21 Lenze, ebenso heiratete die jüngste Frau mit 21 Jahren. Der älteste Bräutigam war zum Zeitpunkt der Heirat 62 Jahre alt, die älteste Frau „traute“ sich mit 67. Vor der Eheschließung waren laut Standesamt-Statistik in 50 Fällen beide Partner ledig, bei 19 Paaren waren einer oder beide Partner schon einmal verheiratet gewesen. Hinsichtlich der Namensführung in der Ehe haben sich 2020 61 Eheleute auf den Nachnamen des Mannes (Ehegatte 1) geeinigt, in fünf Fällen diente der Nachname der Frau (Ehegatte 2) als Ehename. Für eine getrennte Namensführung entschlossen sich drei Paare, während in sieben Fällen eine Hinzufügung zum Ehenamen erfolgte, sodass einer oder beide Partner jetzt einen Doppelnamen führen.

Die meisten Eheschließungen, nämlich elf, fanden 2020 im Hochsommermonat August statt. Im Juni wurden zehn Ehen geschlossen, acht waren es im Wonnemonat Mai. Jeweils sechs Hochzeiten weist die Statistik für die Monate Juli, September und Oktober aus, fünf waren es im Januar. Jeweils vier Paare gaben sich im Februar und März beziehungsweise im Dezember das Ja-Wort.

Das Schlusslicht unter den Heirats-Monaten mit nur drei beziehungsweise gar nur zwei Eheschließungen bildeten 2020 der November und der April. G.K.

 

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