Eishockey Selber Wölfe kooperieren mit DEL-Aufsteiger

In der Netzsch-Arena werden künftig auch Spieler der Bietigheim Steelers für den VER auflaufen. Foto: /Mario Wiedel

Der DEL-Aufsteiger Bietigheim Steelers und der VER Selb werden­ künftig eng zusammenarbeiten. Die beiden Trainer kennen sich schon sehr lange.

Selb - Die Kooperation der beiden Aufsteiger ist in trockenen Tüchern: Mit dem DEL-Neuling Bietigheim Steelers hat DEL-2-Aufsteiger VER Selb einen passenden Kooperationspartner gefunden. Die Voraussetzungen für eine wirklich gute Zusammenarbeit sind gegeben, denn die beiden Trainer Daniel Naud und Herbert Hohenberger kennen sich schon eine kleine Ewigkeit. „Als mich Danny Naud angerufen hat, ob wir an einer Kooperation mit den Steelers interessiert sind, war ich positiv überrascht und habe mich gefreut. Denn man muss wissen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, gleich im ersten Jahr als Aufsteiger einen höherklassigen Kooperationspartner zu haben“, gibt Herbert Hohenberger einen Einblick, wie sich der Kontakt anbahnte. „Nach ersten losen Gesprächen mussten wir jedoch erst einmal abwarten, ob es bei beiden Teams jeweils mit dem Aufstieg auch klappt.“

Nachdem die Lizenzen erteilt waren, verschaffte sich Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch bei einem Besuch in Selb im Beisein von Wölfe-Vorsitzendem Jürgen Golly einen Überblick über den Standort und informierte sich über die Ausrichtung und Zielsetzung des VER. Schnell war klar, dass beide Klubs zueinander passen und die von den Trainern angedachte Kooperation eingegangen werden soll.

„Mit dem Aufsteiger in die DEL2 haben wir einen Kooperationspartner gefunden, der mit Engagement das Thema DEL2 angeht. Hier sind Menschen mit viel Leidenschaft am Werk, die den Standort stetig weiterentwickeln wollen. In Selb können unsere Spieler ihre Entwicklung fortsetzen. Wir sehen dort für die Jungs die Chance, sich in wichtige Rollen zu kämpfen und so den Wölfen zu helfen, ihr Saisonziel zu erreichen”, ist Volker Schoch überzeugt, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren.

„Danny Naud und ich kennen uns schon, ich muss überlegen, etwa 30 Jahre. Wir können ganz offen miteinander sprechen und wissen, wie wir uns untereinander zu nehmen haben. Das macht die Sache natürlich schon mal viel leichter“, freut sich Herbert Hohenberger schon auf die Zusammenarbeit mit seinem alten Weggefährten. „Durch die Spieler, die wir aus Bietigheim bekommen werden, können wir natürlich wieder etwas flexibler agieren“, meint der VER-Coach. Der Kader bekomme mehr Tiefe. „Und wir werden natürlich versuchen, dass wir die Förderlizenzspieler möglichst mindestens zehn Mal bei uns einsetzen, damit diese dann auch in den Playoffs für uns auflaufen könnten“, so Hohenbergers Überlegungen.

Die Spieler, die die Bietigheim Steelers abstellen wird, fallen den Regularien nach alle unter das U24-Kontingent, auch wenn sie bezüglich des Jahrgangs eventuell noch unter die U21-Regel fallen würden. Welche Spieler genau für nach Selb in Frage kommen, wird sich im Detail noch zeigen. Die DEL startet bereits einen knappen Monat vor der DEL2 in die Saison, und somit wird bis zum Saisonstart in Liga zwei für Danny Naud mehr Klarheit herrschen, wer zu seinem Stammkader gehören wird.

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