Es war die Zeit der politischen und kulturellen Veränderungen und Neuerungen im Nachkriegseuropa, als sich Bundesinnenminister Gustav Heinemann und Otto Lummitzsch, der Leiter der damaligen Technischen Nothilfe, am 22. August 1950 in Bonn zu Gesprächen trafen. Thema war der Aufbau eines zivilen Schutzinstrumentes in der Bundesrepublik. Im Zivil- und Katastrophenschutz waren zum damaligen Zeitpunkt kaum Strukturen in der neugegründeten Republik vorhanden. Es war letztendlich die Geburtsstunde des Technischen Hilfswerks (THW), und Lummitzsch wurde der erste Direktor. Der Leitgedanke des Bundesverbands Technisches Hilfswerk ist seither gleich geblieben: Die humanitäre Idee, die hinter den Einsätzen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer steht. Der humanitäre Leitgedanke und das ehrenamtliche Engagement tragen das THW nicht nur im Inland sondern auch weit über die Grenzen der Republik und Europas hinaus.