Silbermedaille für Engagement Ehrungen für Stadträte und Harald Fichtner

Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (rechts) zeichnet den ehemaligen Hofer Oberbürgermeister Harald Fichtner aus. Foto: /Studio Thomas Köhler

Für ihr langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik werden der ehemalige Hofer OB und zwei Stadträte ausgezeichnet. Der Bayerische Innenminister lobt die „wertvolle Arbeit“.

Hof - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Harald Fichtner, den ehemaligen Hofer Oberbürgermeister, und die Stadträte Jürgen Adelt (SPD) und Reinhard Meringer (parteilos) mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Hof hervor.

Insgesamt 22 Persönlichkeiten aus Oberfranken haben die Medaille in Gold und in Silber bekommen. Die Geehrten hätten sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Mitmenschen und für das Gemeinwohl eingesetzt. „Sie haben hohes, vorbildliches bürgerschaftliches Engagement gezeigt und wertvolle Arbeit zum Wohle ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet“, heißt es in der Mitteilung.

Jürgen Adelt ist seit 37 Jahren Mitglied des Stadtrats Hof und war in dieser Zeit an einer Vielzahl kommunalpolitischer Entscheidungen beteiligt, „die die Stadt Hof in ihrer Entwicklung zukunftsgerichtet vorangebracht haben“, heißt es in der Laudatio. Von 2008 bis 2017 war er Fraktionsvorsitzender und habe sich mit Engagement in verschiedenen Ausschüssen und Beiräten eingebracht. Als Mitglied des Kulturbeirats setze er sich für die Förderung der Kultur ein. Im Aufsichtsrat der Theater Hof GmbH vertritt er die Stadt Hof und ist zudem Mitglied im Marktbeirat. Seine Expertise als Arzt setzt er als Mitglied im Krankenhausausschuss ein.

Harald Fichtner wurde 1992 wurde erstmals in den Stadtrat Hof gewählt. Er war Vorsitzender der Stadtratsfraktion und wurde 2006 Oberbürgermeister der Stadt. Seine Zeit im Amt des Oberbürgermeisters war geprägt vom Strukturwandel in der Textilindustrie und seinen wirtschaftlichen Folgen. In den 14 Jahren seiner Amtszeit habe er viele Projekte verwirklicht und habe sich dafür eingesetzt, die Stadt als Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa in den Bereichen Logistik, Werkstoffe sowie Wasser- und Umwelttechnologie. In seiner Amtszeit habe sich die Stadt Hof als Technologie- und Innovationsstandort einen Namen gemacht. Dazu habe die Errichtung eines Instituts für Informationssysteme und eines Digitalen Gründerzentrums beigetragen.

Trotz hoher Investitionen in Schulen, Kitas oder öffentliche Gebäude seien während seiner Amtszeit die städtischen Schulden gesenkt worden. Eine besondere Herausforderung sei die im Herbst 2015 eingesetzte Flüchtlingswelle gewesen. Dafür wurde eine Koordinierungsstelle und der Erstellung eines Integrationskonzeptes eingerichtet. Seit 2018 ist Fichtner Mitglied des Bezirkstags Oberfranken.

Auch Reinhard Meringer, der sich seit 37 Jahren als Mitglied des Stadtrats engagiert, habe den Strukturwandel Hofs von der Textilstadt zum Wirtschaftsstandort begleitet und im Bauausschuss an vielen Bauvorhaben mitgewirkt: etwa beim Neubau des Theaters und der Freiheitshalle sowie bei Sanierungen an Schulen.

Nahezu drei Jahrzehnte war er ein Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und hat die Privatisierung der Versorgungsbetriebe mitgestaltet. Er vertrat die Stadt im Aufsichtsrat der Stadtwerke Hof sowie als Verbandsrat im Abfallzweckverband.

Einen weiteren Schwerpunkt seines kommunalpolitischen Wirkens bildeten die Themen rund um die „Sportstadt“ Hof, für die er sich als früheres Mitglied im Sportbeirat und ehemaliger Fußballspieler des FC Bayern Hof einsetze.

Meringer zeichne sich zudem durch seine Bürgernähe aus und habe die Sorgen und Nöte der Bürger im Blick, besonders, wenn es um das Thema Wohnen geht. red

 

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