Spendenaktion Strampeln für krebskranke Kinder

Die Teilnehmer an der von Dr. Rudolf Staudacher (stehend, Fünfter von links) und seiner Frau Anette (vorne Mitte mit Rad) organisierten Benefiz-Radtouren durch das Fichtelgebirge vor dem Start am Hotel Schade in Vielitz, wo die Teilnehmer untergebracht waren. Foto: Gisela König

Der Schönwalder Arzt Dr. Rudolf Staudacher lädt das Aktivi-Team ins Fichtelgebirge ein. Mit drei Ganztages-Radtouren sammeln die Mitglieder Geld, um den Patienten zu helfen.

Schönwald - Sie wollen Kindern helfen, sie wollen etwas bewegen – und sich dabei selbst bewegen. Die rund 160 Mitglieder des Vereins Aktivi-Team bilden ein Netzwerk radsportbegeisterter Freunde, das mit vielfältigen Aktionen krebskranken Kindern laufend Spenden zugutekommen lässt.

Einer von ihnen ist der Schönwalder Allgemeinmediziner Dr. Rudolf Staudacher. Er hat jetzt gemeinsam mit seiner Frau Anette ein viertägiges Treffen mit Radausfahrten im Fichtelgebirge für seinen wohltätigen Verein organisiert. Natürlich kamen dabei auch Spenden für den guten Zweck zusammen. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Österreich, vorwiegend Ruheständler, waren von den drei Ganztags-Radtouren bei bestem Sommerwetter und vom abwechslungsreichen Rahmenprogramm mit Besuch des Felsenlabyrinths, einer Porzellanfabrik und einem Abstecher nach Tschechien sowie natürlich von der Region begeistert.

Angst und Ungewissheit

Mitglieder des Aktivi-Teams schilderten der Frankenpost die Beweggründe für ihr Engagement: Für über 2000 Kinder, die jährlich an Leukämie oder Krebs erkranken, bedeute die Zeit der Behandlung Angst und Ungewissheit, ebenso für deren Eltern. Aufgrund einer verbesserten Heilungsrate dürften die kleinen Patienten und deren Angehörige inzwischen mit Hoffnung in die Zukunft blicken. Dieser Fortschritt und weitere notwendige Verbesserungen könnten nur durch enorme Investitionen in der Forschung erreicht werden. Staatliche Finanzierung reiche hier jedoch nicht aus, es brauche auch privates Engagement, speziell im psycho-sozialen Bereich – und genau das erbringe das Aktivi-Team.

Die krebskranken Kinder, oft einer schwer verträglichen und langwierigen Therapie ausgesetzt, bedürften eines physischen und psychischen Umfeldes, das den Heilungsprozess unterstützt. Daher sammelt das Aktivi-Team Spendengelder und sensibilisiert öffentlichkeitswirksam für die Bedürfnisse der jungen Patienten.

Bis zu zwölf Touren

Ein wichtiger Partner des Aktivi-Teams ist die bekannte Hilfsorganisation „Tour der Hoffnung“, die die gesammelten Spenden treuhänderisch verwaltet und bedarfsgerecht und zuverlässig zuweist. Der Verein Aktivi-Team, den es seit elf Jahren gibt, fördert laut Satzung das öffentliche Gesundheitswesen. In die Tat umgesetzt wird dies mit der Durchführung von Benefiz-Veranstaltungen ausschließlich mit Disziplinen des Gesundheitssports wie Radfahren, Radwandern oder Skilanglauf.

Die Mitglieder des Aktivi-Teams treffen sich jährlich zu zehn bis zwölf erlebnisreichen Touren, wobei die sportliche Leistung den Bedürfnissen der jeweiligen Teilnehmer angepasst wird. „Wir bewegen uns miteinander, nicht im Wettbewerb“, ist die Prämisse des Vereins. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entrichten für das jeweilige Treffen die Entstehungskosten und geben zusätzlich eine Spende. Der jeweilige Organisator, diesmal Dr. Staudacher, vermittelt ihnen dafür ein Sport- und Naturerlebnis und sorgt – alles ausschließlich ehrenamtlich – auch für das Rahmenprogramm.

Auf diese Weise sowie durch Benefizaktionen von Mitgliedern kommen beim Aktivi-Team jährlich rund 100 000 Euro an Spendengeldern zusammen. „Und damit unterstützen wir, gemäß unserem Motto, krebskranke Kinder“, freuen sich die Teilnehmer, die sich als große Familie sehen.

 

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