SpVgg Bayern Hof Die Heimbilanz macht Mut

Nach einer Auswärtsniederlage ist die SpVgg Bayern Hof meist gleich auf der Grünen Au in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gelingt das an diesem Samstag (Anstoß 15 Uhr) auch gegen die DJK Ammerthal? Der Trainer ist zuversichtlich­.

Hof - Es ist unverkennbar: Die SpVgg Bayern Hof zeigt in dieser Bayernliga-Saison seit Wochen zwei grundverschiedene Gesichter: Daheim meist hui, auswärts oft pfui. In der vergangenen Woche beim ambitionierten ATSV Erlangen präsentierten sich die Gelbschwarzen wieder einmal von ihrer Schattenseite, ließen sich gleich sechs Eier ins Nest legen. Nach dem 1:7-Debakel beim FC Eintracht Bamberg am zweiten Spieltag war dies bereits die zweite deftige Watschn in dieser Saison.

Was ist los mit dem Team von Roman Pribyl? Das fragen sich zurecht die Hofer Fans, die kaum noch die Mannschaft zu Auswärtsspielen begleiten. Nur vier magere Pünktchen holte die SpVgg Bayern bislang auf des Gegners Platz. Roman Pribyl hat selbst keine so rechte Erklärung, warum seine junge Mannschaft auswärts einfach nicht in Tritt kommt und immer wieder die gleichen Fehler macht. „Natürlich hatten wir uns das auch in Erlangen ganz anders vorgestellt. Aber wenn du schon nach drei Minuten durch ein Eigentor zurückliegst, dann einen Elfmeter gegen dich bekommst und kurz vor der Pause auch noch das 0:3 kassierst, hast du einfach keine Chance“, ärgert sich der Trainer vor allem wieder über eine Reihe individueller Fehler, die es abzustellen gilt. Zu hart will er mit seinen Jungs dennoch nicht ins Gericht gehen: „Wir können aus solchen Niederlagen nur lernen.“ Erlangen sei an diesem Tag einfach stärker gewesen. “Aber wir haben sie durch unsere Fehler natürlich auch stark gemacht“, legt der Trainer den Finger in die Wunde.

Auf die deftige Schlappe damals Ende Juli beim FC Eintracht Bamberg folgte gleich ein überzeugender Heimsieg gegen Don Bosco Bamberg. Und einen Heimsieg strebt Pribyl auch an diesem Samstag (Anstoß 15 Ihr) gegen die DJK Ammerthal an. Die bisherige Heimbilanz mit 13 gewonnen Punkten gibt ihn auch durchaus Anlass zu Optimismus, wenngleich er weiß, dass die Oberpfälzer nicht im Vorbeigehen zu bezwingen sind. Der Tabellenfünfte verfügt laut Pribyl über eine robuste und spielstarke Mannschaft, die keinen Zweikampf scheut. Die DJK kommt zudem mit der Empfehlung eines 4:0-Heimsieges gegen Sand. Doch eine Woche zuvor hat das Team von Trainer Michael Hutzler bei Don Bosco Bamberg mit 1:4 den Kürzeren gezogen. Deshalb verbreitet Pribyl viel Zuversicht: „Es wird zwar nicht einfach, aber wir werden das schaffen.“ Von seiner Mannschaft fordert er nicht nur einen Sieg, sondern: „Diesmal muss hinten die Null stehen.“ Das ist den Gelbschwarzen in dieser Saison noch kein einziges Mal gelungen. Und um sich kein Gegentor einzufangen, müssen sie vor allem die Kreise von Lukas Dotzler einengen, der in dieser Saison bereits zwölf Mal ins Schwarze getroffen hat und auf der Torschützenliste der Bayernliga auf Rang drei rangiert.

Der tschechische Trainer in Diensten der Hofer hat sich bereits einen Matchplan zurechtgelegt. Den will er zwar im Vorfeld freilich nicht verraten, deutete aber an, wie er Ammerthal in die Knie zwingen will: mit einfachem Fußball und schnellem Spiel über die Außen. Grundvoraussetzung ist aber, und das weiß auch Pribyl, dass die Hofer ihre Fehlerquote deutlich minimieren müssen, sonst könnte es am Ende wieder lange Gesichter geben.

Und wie sieht die Personallage aus? Tomas Petracek wird weiter fehlen. Eigentlich sollte er diese Woche mit dem Mannschaftstraining beginnen, doch daraus wurde noch nichts. Schwer zu ersetzen ist für Pribyl vor allem Fabian Krantz, der sich nach einem Zusammenprall im Training verletzt hat. „Dieser Ausfall tut richtig weh, denn Fabian ist für unsere Defensive ein unglaublich wichtiger Mann.“

Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Elias Bifano, der am Samstag schulische Verpflichtungen hat. Ansonsten sind alle Mann an Bord. Deshalb lässt der Trainer auch keine Ausreden gelten: „Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie sich mit einer starken Leistung für die hohe Niederlage in Erlangen rehabilitiert. Nicht mehr und nicht weniger.“

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