Unfälle wegen Sekundenschlafs A9/A72: Lkw- und Autofahrer von Müdigkeit übermannt

Ein Blaulicht leuchtet – Symbolbild. Foto: Archiv/dpa

Ein Lkw- und ein Autofahrer sind auf der A9 und der A72 – jeweils nahe Selbitz – am Steuer eingeschlafen und haben Unfälle verursacht. Ein Mann wurde leicht verletzt.

Selbitz - Gleich zwei Unfälle wegen Sekundenschlafs hat die Hofer Verkehrspolizei innerhalb von nur wenigen Stunden aufnehmen müssen. Mit 110 Stundenkilometern krachte in der Nacht zum Dienstag ein 58-jähriger Berufskraftfahrer auf der A9 bei Selbitz in einen Kleintransporter. Wie die Beamten der Autobahnpolizei ermittelten, fuhr der 58-Jährige gegen 1.25 Uhr nahezu ungebremst auf den Kleintransporter auf, der von einem 29-Jährigen gelenkt wurde. Durch die Wucht des Aufpralls verlor der 29-Jährige die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte in die Leitplanken. Er und sein Beifahrer blieben unverletzt. Der Unfallverursacher konnte indes rechts anhalten und klagte über Schmerzen im Hals- und Schulterbereich.

Der Lkw-Fahrer räumte ein, vor der Kollision kurz eingeschlafen zu sein. Den sogenannten Sekundenschlaf sieht das Gesetz in solchen Fällen als einen körperlichen Mangel an, erklärt die Polizei. Der 58-Jährige hätte rechtzeitig vorher eine Ruhepause einlegen müssen und muss sich deshalb nun in einem Verfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten.

Ebensolches wird auf einen 56-Jährigen aus Ilmenau zukommen. Dieser wollte bereits gegen 6.47 Uhr am Montag von der A 72 am Autobahndreieck Bayerisches Vogtland in die A 9 einfahren, als die Müdigkeit ihn übermannte. Der Wagen des Mannes kam in einer Kurve nach rechts von der Fahrbahn ab und schleifte 150 Meter an der Leitplanke entlang. Das Auto wurde dabei massiv im rechten Bereich beschädigt. Auch die Leitplanke wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Beamten schätzen den Schaden auf rund 25.000 Euro. Der Unfallfahrer selbst blieb unverletzt.

Der Sachschaden des Unfalls auf der A9 pendelt sich wohl bei 30.000 Euro ein.

 

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