US-Boy nach Selb Verstärkung für die Verteidigung

Bryce Reddick bei seiner Ankunft am Münchner Flughafen. Foto: Verein

Die Selber besetzen die durch Thompsons Abgang freigewordene vierte Kontingentstelle mit dem 33-jährigen Amerikaner Bryce Reddick. Dessen Vater hat in Frankfurt bereits in der DEL gespielt.

Der Geburtsort klingt schon einmal vielversprechend: In Las Vegas erblickte ein gewisser Bryce Reddick am 5. August 1989 das Licht der Welt. Jetzt, 33 Jahre später, soll der Amerikaner mithelfen, die Selber Wölfe in der DEL2 wieder in die Spur zu bringen. Der Verteidiger, der zuletzt in der nordamerikanischen ECHL aktiv war, besetzt die nach dem Abgang von Brett Thompson freigewordene vierte Kontingentstelle im Team von Sergej Waßmiller. Reddick soll aber nicht nur die zuletzt sehr ausgedünnte Wölfe-Abwehr stabilisieren, sondern auch und das Über- und Unterzahlspiel aufwerten, schreibt der Verein, der an diesem Wochenende (Freitag in Bad Nauheim, Sonntag gegen Dresden) aber noch nicht auf die Dienste des neuen Mannes zurückgreifen kann. Eine Spielberechtigung werde voraussichtlich bis zur Partie am nächsten Freitag bei den Eisbären Regensburg vorliegen. Zunächst muss Reddick, der heute vormittag am Flughafen München gelandet ist, noch die medizinischen Tests für die zweite Liga absolvieren.

Der 33-jährige US-Boy kann bereits auf eine sechsjährige Erfahrung im europäischen Eishockey verweisen, spielte dabei jeweils in den höchsten Spielklassen in Frankreich, Norwegen, Dänemark und Großbritanniens. Mit den Cardiff Devils absolvierte er auch 18 Spiele in der Champions Hockey League. In Selb trifft Reddick auch auf einen alten Bekannten: In der Saison 2015/16 spielte der neue Wölfe-Verteidiger in Norwegen gemeinsam mit Selbs Torwarttrainer und künftigen sportlichen Leiter Andrew Hare. „Bryce ist menschlich top und bringt eine sehr gute Arbeitsmoral mit. Zudem ist er sehr laufstark, ein echter Zwei-Wege-Spieler, hat einen guten Schuss und kann das Spiel sehr gut lesen“, sagt Hare über Reddick, der somit ideal in das Anforderungsprofil passe.

Für den Amerikaner war es laut Mitteilung schon immer ein Herzenswunsch, in Deutschland zu spielen. „Mein Vater spielte drei Jahre für Frankfurt in der DEL. Deshalb ist mir Deutschland sehr vertraut. Ich bin sehr begeistert, dass es nun klappt.“

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