VER Selb Wieder entscheidet der Kapitän einen Krimi

Wieder in der Verlängerung erfolgreich: der Selber Kapitän Florian Ondruschka. Foto: Mario Wiedel

Wie schon gegen Füssen trifft Florian Ondruschka in der Verlängerung. Der 5:4-Sieg in Peiting ist hart umkämpft. Erneut steht den Wölfen das Glück zur Seite. Doch das Team hat sich das Leben lange Zeit auch schwer gemacht.

VER Selb : Weidekamp (Mnich) - Silbermann, Ondruschka, Slavetinsky, Linden, Böhringer, Otte, Gimmel - Verelst, Snetsinger, Deeg, Miglio, Gare, Möchel, Schiener, Hammerbauer, Geisberger, Klughardt, Zimmermann, Hirschberger.

Schiedsrichter : Gossmann. - Zuschauer : keine. - Tore : 5. Min. Möchel (Miglio) 0:1, 8. Min. Miglio 0:2, 11. Min. Naagtzaam (Mazanec) 1:2, 30. Min. Schiener 1:3, 34. Min. Heger (Hlozek, Mazanec) 2:3, 35. Min. Gohlke (Neal) 3:3, 40. Min. Linden (Snetsinger, Slavetinsky, 5-4) 3:4, 44. Min Reichert (Mazanec, Gohlke, 5-4) 4:4, 61. Min. Ondruschka (Snetsinger, Verelst) 4:5. - Strafminuten : Peiting 12, Selb 6.

Und wieder so ein Krimi. Und wieder behielten die Selber Eishockeyspieler die Oberhand. Und wieder war es Kapitän Florian Ondruschka, der wie schon gegen Füssen, diesmal nach 22 Sekunden in der Verlängerung den 5:4-Siegtreffer für den VER Selb erzielte. Das bescherte zwar nur zwei der drei möglichen Punkte, aber immerhin den siebten Sieg in Folge.

"Die Mannschaft will unbedingt den Extrapunkt, da brennt sie", lobte Co-Trainer Marc Thumm in der Euroherz-Eiszeit. Doch zufrieden war der Coach nicht so ganz. "Durch eigene Fehler haben wir den Gegner immer wieder aufgebaut", betonte Thumm. Allerdings habe "Weidekamp einen guten Job gemacht, denn in der Defensive hatten wir immer wieder Aussetzer".

Mit Peiting und Selb trafen nicht nur zwei alte Bekannte aufeinander, auch die Bilanz vor dem Spiel war ausgeglichen. Beide hatten jeweils 20 Siege im direkten Vergleich auf dem Konto - und das war dann auch auf dem Eis zu sehen. Und wie schon in Füssen oder Deggendorf entwickelte sich ein Eishockey-Krimi - mit dem glücklichen Ende für die Wölfe. Die hatten die erste und zweite Sturmreihe umgestellt: Deeg spielte diesmal mit Verelst und Snetsinger, Möchel dafür mit Miglio und Gare.

Peiting hatte anfangs leichte Vorteile, dafür glänzte Selb mit Schnelligkeit. Und vor allem mit viel Cleverness. In der fünften Minute spielte Miglio mit einem tollen Pass Möchel frei. Der spielte den Torhüter aus und versenkte den Puck eiskalt im Netz. Nur drei Minuten später war es der spielfreudige Miglio, der ein tolles Solo mit dem 2:0 abschloss. Kurz darauf hatte Verelst sogar das 3:0 auf dem Schläger. Das war irgendwie wie ein Weckruf für die Peitinger. Denn nach elf Minuten parierte Weidekamp zwar einen Schuss, doch im Nachsetzen stand Naagtzaam goldrichtig. Und das 1:2 machte Kräfte bei den Gastgebern frei. Gerade in dieser Phase zeigte VER-Torhüter Weidekamp seine Klasse. Binnen weniger Sekunden war er nicht nur bei einem Alleingang der Gastgeber zur Stelle, sondern wehrte gleich vier Nachschüsse ab. Auf der Gegenseite hätte Miglio erhöhen können, doch auch der Gastgeber hatte in Hechenrieder einen guten Rückhalt.

Das zweite Drittel plätscherte erst einmal so dahin, ehe es ab der 30. Minute wieder an Fahrt aufnahm - und wie! Erst sorgte Schiener mit einem Rückhandschuss für die erneute Zwei-Tore-Führung. Die Wölfe wogen sich in Sicherheit - und die Peitinger schlugen zurück. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 52 Sekunden glichen die Gastgeber durch Heger und Gohlke zum 3:3 aus. Und jetzt wackelten die Selber. Aber sie wehrten sich. Und hatten das Glück wieder einmal auf ihrer Seite. In der letzten Minute des zweiten Durchgangs hatten die Wölfe wieder einmal Überzahl. Doch gefährlich wurde es erst ganz kurz vor Schluss. Linden schoss zum 4:3 ein, und zwar eine Sekunde vor der Drittelpause.

Im dritten Drittel kassierte Zimmermann früh eine Strafzeit, als er den Torwart umfuhr. Und die Gastgeber nutzten das Überzahl zum 4:4. Danach war mehrmals auf beiden Seiten Durchschnaufen angesagt. In der Verlängerung standen dann Ondruschka, Snetsinger und Verelst auf dem Eis - und wie schon gegen Füssen traf der Kapitän zum nicht unverdienten 5:4-Sieg. Arndt Peckelhoff

EC Peiting -

VER Selb

n.V. 4:5

 

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